Medizinische Klinik A

Die Kassenärztliche Vereinigung hat unter der 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben. Anrufer müssen allerdings mit relevanten Wartezeiten rechnen.

Öffentliche Testung durch das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) neben dem UKM-Campus

Seit dem 26. September 2020 übernehmen Haus- und Fachärzte die Testungen in dem Container auf dem UKM-Campus (inklusive der Übermittlung der Testergebnisse). Das UKM führt diese öffentlichen Testungen nicht selbst durch, sondern das Netz der Haus- und Fachärzte (Medis Münster) ist für den gesamten Prozess verantwortlich.

Anfahrt Öffentliche Corona-Teststelle
Albert-Schweitzer-Str. (Richtung Roxeler Str.) / Kreuzung Schmeddingstr.
Zelt neben dem Familienhaus (Albert-Schweitzer-Str. 44)

Achtung: Für die Corona-Teststellen gilt eine separate Einfahrt!

Öffnungszeiten Medis-Teststelle
Mo-Fr: 8-12 Uhr
Mi & Fr: zusätzlich 13-16 Uhr
Sa & So: 9-12 Uhr

Personen mit Corona-verdächtigen Symptomen, fraglichem Kontakt zu Corona-Infizierten oder roter App-Warnung sowie Reiserückkehrer oder Lehrer*Innen/Erzieher*Innen können unter T 116117 die jeweils zuständige Teststelle und deren Öffnungszeiten erfragen.

Informationen für stationäre Patienten

Angesichts der aktuellen Infektions-Situation in Deutschland führen wir bei allen ambulanten und stationären Patienten eine ausführliche telefonische oder persönliche Anamnese durch. Patienten, die ab dem 08.02. geplant stationär aufgenommen oder ambulant operiert werden, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Ausnahmefällen kann dieser Test an unserer Corona-Teststelle durchgeführt werden. Die betroffenen Patienten werden von unseren Kliniken und Ambulanzen kontaktiert. 

Bitte beachten Sie: Notfälle werden aufgrund eines fehlenden Testergebnisses nicht abgewiesen.

Bitte beachten Sie: Um unsere Patienten, Mitarbeitenden und Besucher vor einer Infektion zu schützen und die Ausbereitung von SARS-CoV2 einzudämmen, ist in allen Gebäuden des UKM das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) erforderlich. Die bisher genutzen Stoffmasken können nicht mehr verwendet werden. Achtung: Auch FFP-Masken mit Ausatemventil sind nicht erlaubt.

Für den Besuch des UKM dürfen Sie Ihre eigenen, privaten Masken nutzen. Sollten Sie keine Maske dabei haben, stellen wir Ihnen für Dauer ihres Aufenthaltes im Klinikum an der jeweiligen Pforte einen geeigneten Schutz zur Verfügung.

Das Betreten der Gebäude ist ohne medizinische Maske nicht gestattet.

Aktuelle Besucherregelung

Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten, unserer Mitarbeitenden und auch Ihr Schutz stehen für uns an erster Stelle.

Entsprechend der Allgemeinverfügung des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) vom 05. März 2021 sind Besuche am UKM in der Regel möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass zur Beschränkung von Kontakten und der Steuerung von Besuchen allerdings eine ärztliche Genehmigung erforderlich ist. Darüber hinaus werden bei akuten Notfällen, auf den Kinderstationen, im Palliativbereich, im psychiatrischen Bereich und in der Geburtshilfe in Absprache mit Patienten und Angehörigen individuelle, flexiblere Regelungen getroffen. Bitte beachten Sie: Besucher dürfen grundsätzlich keine Symptome einer möglichen COVID-19-Erkrankung haben.

Liegen eine ärztliche Genehmigung und Symptomfreiheit vor, müssen Besucherinnen und Besucher folgende Nachweise vorlegen:

- einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Befund

ODER

- bei kompletter Impfung: Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung (zweimalige Impfung) gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff  (Nachweis durch Impfausweis oder Impfbescheinigung). Als komplett geimpft gelten auch Personen mit durchgemachter COVID-19-Erkrankung mit Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) in Verbindung mit dem Nachweis einer nach der Erkrankung erfolgten und mindestens 14 Tage zurückliegenden Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff. (Nachweis durch positiven PCR-Test + Impfausweis bzw. Impfbescheinigung)

- bei von COVID-19 genesenen Personen: Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch ein positiven Testergebnis (Nukleinsäurenachweis wie PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik), welches mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt. (Nachweis durch positiven PCR-Test)

Bitte beachten Sie: Diese Regelung gilt aktuell nur für Besucher, nicht für Patienten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Hinweis zu unseren Ambulanzen und Sprechstunden

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie in den kommenden Tagen einen Termin in einer unserer Ambulanzen haben, melden Sie sich bitte vorab, wenn

- bei Ihnen folgende Symptome bestehen: Fieber, Halsschmerzen und/oder Schluckstörungen, Husten, Atemnot, Geschmacks- oder Geruchsverlust, allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar, Magen-Darm-Symptome, starken Schnupfen

- Sie Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten

- oder positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kommen Sie bitte nicht in unsere Ambulanzen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie von COVID19 betroffen sind.


Vielen Dank!

+++ UPDATE: Besucherstopp für die Stationen 11A und 11B Ost sowie die Station 12A Ost +++

Aufgrund der dramatisch steigenden Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 sind ab sofort keine Besuche mehr auf den onkologischen Stationen der Medizinischen Klinik A möglich. Dies betrifft die Stationen 11A und 11B Ost sowie die Station 12A Ost. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur in besonderen Ausnahmefällen (z.B. schwere Erkrankung mit akuter Lebensbedrohung) nach individueller Absprache mit der Stationsleitung möglich.


Wir sind uns über die Tragweite dieser Einschränkungen bewusst. Der Schutz unserer Patienten, die oft eine stark geschwächte Immunabwehr aufweisen und in besonderem Maße durch einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung gefährdet sind, hat für uns jedoch oberste Priorität.


Vielen Dank für Ihr Verständnis! 

Klinische Studien

Klinische Studien helfen, die  Behandlungsergebnisse stetig weiter zu verbessern. Daher beteiligt sich die Medizinische Klinik A an zahlreichen nationalen und internationalen multizentrischen Studien. Die Therapieoptionen, die wir hierbei anbieten können, sind naturgemäß Behandlungsansätze, die den neuesten Stand des medizinischen Fortschritts darstellen und der Allgemeinheit noch nicht zur Verfügung stehen.

Im Dezember 2019 hat das UKM außerdem eine Early Clinical Trial Unit (ECTU) für frühe klinische Studien (Phasen I und II) eröffnet, in der neue Therapieansätze für unsere Patienten untersucht werden. Ursprünglich initiiert und geleitet wird diese besondere Behandlungseinheit von der Medizinischen Klinik A für Hämatologie, Onkologie und Pneumologie und der Klinik für Neurologie, jedoch steht sie allen Abteilungen des UKM offen.
Die ECTU befindet sich innerhalb der Medizinischen Klinik A im Ostturm des Zentralklinikums auf Ebene 12. Die Studieneinheit ist aktuell mit vier Betten ausgestattet und unsere Patienten werden mit den modernsten medizinischen Geräten, die eine intensivmedizinische Betreuung ermöglichen, überwacht.
Die Durchführung klinischer Studien (Phasen I-IV) unterliegt in Deutschland einer strengen gesetzlichen Kontrolle. Die Berücksichtigung und Einhaltung von internationalen und nationalen Gesetzen, Richtlinien und Qualitätsanforderungen zusammen mit der hochmodernen Ausstattung der ECTU und dem speziell geschulten Personal garantieren eine sichere Überprüfung neuer Wirkstoffe auf Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit. Ziel ist es, unseren Patienten den Zugang zu den neusten Medikamenten und Behandlungsansätzen zu ermöglichen um ihre therapeutischen Möglichkeiten deutlich zu verbessern.

Falls Sie an einer klinischen Studie teilnehmen möchten oder allgemeine Informationen benötigen wenden Sie sich bitte an unsere wissenschaftliche Koordinatorin und Studienmanagerin Claudia Bieber-Tuschen oder an die Ansprechpartnerin des Studienteams der Medizinischen Klinik A, Christin Böwing.

TUD-MOSAIC-075 – in Rekrutierung –

Studientitel:

Midostaurin + Gemtuzumab Ozogamicin combination in first-line standard therapy for acute myeloid leukemia

Midostaurin in Kombination mit Gemtuzumab Ozogamicin als Erstlinientherapie für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie

Zusammenfassung

Der Begriff „Leukämie“, auch Blutkrebs genannt, steht für eine Gruppe von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Die einzelnen Formen unterscheiden sich bezüglich Häufigkeit, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten zum Teil stark voneinander. Leukämie geht von den Knochenmarkszellen aus und ist in der Regel durch eine stark erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut gekennzeichnet. Die akute myeloische Leukämie (AML) erfordert eine intensive meist chemotherapeutische Therapie in mehreren Phasen. Diese multizentrische Studie mit Phase-I-Teil im 3+3 Studiendesign (MODULE) und einem randomisiert kontrollierten doppelblinden (MAGNOLIA) und randomisierten unverblindeten (MAGMA) Phase-II-Teil hat das Ziel i) eine sichere Dosiskombination von Gemtuzumab Ozogamicin (GO) und Midostaurin zu ermitteln (MODULE); ii) die Wirksamkeit von Midostaurin im Vergleich zu Plazebo in der Standardbehandlung von CBF-AML mit intensiver Chemotherapie und GO zu evaluieren (MAGNOLIA), und iii) die Wirksamkeit von GO in der Standardbehandlung von FLT3-mutierter AML mit intensiver Chemotherapie und Midostaurin zu beurteilen (MAGMA).

(Haupt-)Einschlusskriterien

Alle Phasen

  • Neudiagnostizierte AML nach WHO-Kriterien und entweder
    • t(8;21)/RUNX1-RUNX1T1 oder
    • inv(16) oder
    • t(16;16)/CBFB-MYH11 oder
    • FLT3-ITD oder
    • FLT3-TKD,
  • unterschriebene Einwilligungserklärung nach Aufklärung,
     
  • ECOG 0-2,
     
  • Lebenserwartung > 14 Tage,
     
  • Adäquate Leber- und Nierenfunktion
    • ALAT/ASAT ≤ 2.5 x ULN;
    • Bilirubin < 2 x ULN;
    • Creatinin < 1.5 x ULN ODER Creatinin-Clearance > 40 mL/min
  • Leukozytenzahl < 30 x 109/L. (Hinweis: Hydroxyharnstoff ist erlaubt, um dieses Kriterium zu erfüllen)
(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • vorangegangene antineoplastische AML-Therapien, außer Hydroxyharnstoff, vorangegangene Behandlung mit Anthrazyklinen,
  • ZNS-Beteiligung,
  • Unkontrollierte Infektion,
  • Einnahme starker Induktoren von CYP3A4/5, die nicht vor Studieneinschluss abgesetzt oder ersetzt werden können.

 


 

IMGN632-0802 - in Rekrutierung -

Studientitel:

A Phase 1b/2 Study of IMGN632 as Monotherapy or Combination with Venetoclax and/or Azacitidine for Patients with CD123-Positive Acute Myeloid Leukemia

Eine Phase-1b/2-Studie mit IMGN632 als Monotherapie oder in Kombination mit Venetoclax und/oder Azacitidin bei Patienten mit CD123-positiver akuter myeloischer Leukämie

Die jährliche Inzidenzrate für AML scheint in den USA und der EU ähnlich zu sein und liegt zwischen 2,5 und 6 pro 100.000, was zu Schätzungen von bis zu 20.000 und 30.000 neuen AML-Fällen pro Jahr in den USA bzw. der EU führt. Es wird angenommen, dass eine Erstlinien-Chemotherapie bei AML bei ca. 70 % der Patienten im Alter von 60 Jahren oder jünger und bei ca. 50 % der älteren Patienten ein komplettes Ansprechen (CR) bewirkt. Trotz CR haben diese Patienten oft eine nachweisbare minimale Resterkrankung (MRD), und das Vorhandensein selbst geringer Mengen von AML nach Abschluss der Standardbehandlung sagt einen Rückfall und ein schlechtes Überleben voraus. Es gibt keine Standardbehandlung für diese Patienten. Daher stellen sie eine Patientenpopulation dar, bei der neuartige Therapien von Nutzen sein könnten.

Dies ist eine offene, multizentrische Phase-1b/2-Studie zur Bestimmung der Sicherheit und Verträglichkeit von IMGN632 und zur Bewertung der antileukämischen Aktivität von IMGN632, wenn es in Kombination mit Azacitidin und/oder Venetoclax bei Patienten mit rezidivierter und CD123-positiver AML in der Erstlinie verabreicht wird, sowie der antileukämischen Aktivität von IMGN632, wenn es als Monotherapie bei Patienten mit MRD (measurable residual disease/ minimale Resterkrankung)+ AML nach einer Erstlinienbehandlung verabreicht wird. In dieser Studie werden mehrere IMGN632-Dosierungen in Kombinations- und Monotherapieschemata untersucht, einschließlich (A) Azacitidin, (B) Venetoclax, (C) Azacitidin+Venetoclax und (D) Monotherapie bei MRD+ AML. Für die Kombinationsschemata A-C wird eine Phase-1b-Dosis-Eskalationskohorte die empfohlene Phase-2-Dosis von IMGN632 in diesem spezifischen Kombinationsschema definieren, gefolgt von einer Phase-2-Dosis-Expansionskohorte für jedes Kombinationsschema, um das Sicherheitsprofil weiter zu charakterisieren und die antileukämische Aktivität der verschiedenen Kombinationsschemata zu bewerten. Schema D wird mit einer Dosis-Expansionskohorte unter Verwendung der IMGN632-Monotherapie-Dosis und des Dosierungsplans auf der Grundlage der Sicherheitsdaten aus der ersten Phase-2-Studie (IMGN632-0801) eröffnet und wird keine Dosis-Eskalationsphase haben.

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Patienten müssen eine bestätigte Diagnose von AML (ausgenommen akute promyelozytäre Leukämie) gemäß der Klassifikation der WHO haben
  • ECOG Leistungsstatus ≤ 1. Wenn Sie aufgrund einer chronischen Behinderung nicht gehfähig sind, muss der Karnofsky-Leistungsstatus > 70 sein
  • Frühere behandlungsbedingte Toxizitäten müssen auf Grad 1 oder den Ausgangswert abgeklungen sein (außer Alopezie)
  • Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen muss weniger als 25 x 109 Zellen/L betragen. Hydroxyharnstoff kann nach Ermessen des behandelnden Arztes zur Kontrolle des Blutbildes vor Zyklus 1 Tag 1 eingesetzt werden
  • Patienten mit vorheriger autologer und allogener Knochenmarktransplantation sind teilnahmeberechtigt. Patienten mit einer allogenen Transplantation müssen die folgenden Bedingungen erfüllen: Die Transplantation muss mehr als 120 Tage vor dem Datum der Verabreichung der Medikation in dieser Studie durchgeführt worden sein, der Patient darf keine aktive ≥ Grad 2 Graft-versus-Host-Krankheit haben und der Patient muss mindestens 2 Wochen vor der Verabreichung von jeglicher systemischer Immunsuppression entbunden sein
  • Kandidat für eine Chemotherapie auf Platinbasis (gemäß den Referenzinformationen für die beabsichtigte Chemotherapie)

  • Patienten, die innerhalb von 14 Tagen (bzw. innerhalb von 28 Tagen bei Checkpoint-Inhibitoren) vor der Verabreichung von Medikamenten im Rahmen dieser Studie eine Krebstherapie, einschließlich Prüfpräparaten, erhalten haben (Hydroxyharnstoff ist vor Beginn der Studienbehandlung erlaubt). Patienten müssen sich bis zur Baseline von allen akuten Toxizitäten dieser vorherigen Therapie erholt haben
  • Patienten, die zuvor mit IMGN632 behandelt wurden
  • Patienten mit myeloproliferativer Neoplasma-bedingter sekundärer AML sind von der Dosis-Expansionsphase der Studie ausgeschlossen
  • Patienten mit aktiver AML des zentralen Nervensystems (ZNS) werden ausgeschlossen. Eine Lumbalpunktion muss nicht durchgeführt werden, es sei denn, es besteht ein klinischer Verdacht auf eine ZNS-Beteiligung nach Einschätzung des Prüfarztes. Eine gleichzeitige Therapie zur ZNS-Prophylaxe oder Fortführung der Therapie bei kontrollierter ZNS-AML ist mit Zustimmung des Sponsors erlaubt
  • Patienten mit einer Vorgeschichte von sinusoidalem Obstruktionssyndrom/venöser Verschlusskrankheit der Leber
  • Klinisch relevante aktive Infektionen, einschließlich bekannter aktiver Hepatitis B oder C, HIV-Infektion oder Cytomegalie-Virus oder jede andere bekannte gleichzeitige Infektionskrankheit, die nach dem Urteil des Prüfarztes einen Patienten für die Teilnahme an dieser Studie ungeeignet machen würde (Tests nicht erforderlich)
  • Patienten, die sich innerhalb von 4 Wochen (oder länger, wenn sie noch nicht vollständig genesen sind) vor der Aufnahme in die Studie einer größeren Operation unterzogen haben
  • schwerwiegende oder schlecht kontrollierte medizinische Zustände, die durch die Behandlung verschlimmert werden könnten oder die nach dem Urteil des Prüfarztes die Sicherheitsbewertung oder die Einhaltung des Prüfplans ernsthaft beeinträchtigen würden
  • schwangere oder stillende Frauen
  • frühere bekannte Überempfindlichkeitsreaktionen auf monoklonale Antikörper (≥ Grad 3)
  • frühere bekannte Überempfindlichkeitsreaktionen auf Studienmedikamente und/oder einen ihrer Trägerstoffe

 


 

SHAPE - in Rekrutierung -

Studientitel:

Treatment of MDS/AML patients with an impending hematological relapse with azacitidine alone or in combination with pevonedistat - a randomized phase 2 trial

Behandlung von MDS/AML-Patienten mit einem drohenden hämatologischen Rezidiv mit Azacitidin allein oder in Kombination mit Pevonedistat - eine randomisierte Phase-2-Studie

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine heterogene Erkrankung der frühen myeloischen Zelldifferenzierung. Das Gesamtüberleben der Patienten ist mit einer 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate für Erwachsene von 15 % sehr niedrig. Die AML-Prognose kann jedoch stark variieren, abhängig vom Alter des Patienten bei der Diagnose, von Komorbiditäten und von den individuellen Merkmalen der jeweiligen Erkrankung. Myelodysplastische Syndrome (MDS) betreffen überwiegend ältere Menschen. Eine ineffektive Hämatopoese führt zu einer Zytopenie des Blutes, und MDS-Patienten haben ein insgesamt hohes Risiko für eine Krankheitsprogression zur AML. Eine intensive Induktionschemotherapie, gefolgt von mehreren Kursen der Konsolidierung, stellt die derzeitige Erstlinientherapie für Patienten mit AML dar. Dennoch entwickelt die Mehrzahl der Patienten ein hämatologisches Rezidiv und die allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) bleibt die einzige kurative Option. Folglich wird dieses Verfahren weltweit mit zunehmender Häufigkeit durchgeführt. Doch auch nach einer alloSCT kommt es bei bis zu 60 % der Patienten zu einem Rezidiv, das mit einem schlechten Therapieverlauf verbunden ist: Das mediane Gesamtüberleben (OS) liegt bei nur 6 Monaten. Die verfügbaren Behandlungsoptionen für ein akutes hämatologisches Rezidiv nach alloSCT sind begrenzt und führen zu 2-Jahres-OS-Wahrscheinlichkeiten von 20 % oder weniger, was den Bedarf an effizienten Strategien zur Verhinderung des Auftretens eines Rezidivs unterstreicht. Dies ist eine multizentrische randomisierte Phase-II-Studie zur Behandlung von MDS und AML Patienten mit drohendem hämatologischem Rezidiv mit Azacytidin alleine (= Monotherapie) oder Azacytidin in Kombination mit Pevonedistat (= Kombinationstherapie). Es soll gezeigt werden, dass Pevonedistat und Azacitidin im Vergleich zu Azacitidin allein wirksamer sind, was das Erreichen einer MRD-Negativität (measurable residual disease) nach 3 Monaten Behandlung betrifft. Im Falle Ihrer Teilnahme werden Sie entweder die Kombinations- oder Monotherapie erhalten. Über die Auswahl des Behandlungsarms hat ein zuvor festgelegtes Zufallsverfahren entschieden. Diese Studie wendet sich an alle Patienten mit:

  • Rezidiv oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie mit NPM1 Mutation oder
  • Rezidiv oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie mit Phänotyp CD34+/CD117

  • AML oder MDS zu einem beliebigen Zeitpunkt nach Erreichen einer CR mit konventioneller Chemotherapie und/oder allogener Transplantation
  • MRD-Positivität definiert wie folgt
    • a) NPM1mut-Status >1% im peripheren Blut oder Knochenmark, bestätigt durch Zentrallabor zum Zeitpunkt des Screenings bei NPM1-mutierten Patienten bei Diagnose oder
    • b) Patienten nach allogener Transplantation, die zum Zeitpunkt der Diagnose keine NPM1- Mutation trugen und zum Zeitpunkt des Screenings einen CD34+/CD117-Chimärismus im Blut oder Knochenmark <80% (bestätigt durch Zentrallabor) aufweisen
  • Noch in hämatologischer kompletter Remission (CR)

  • ANC <1.5 Gpt/L und Thrombozyten < 100 Gpt/L
  • Insuffiziente Nieren- und Leberfunktion
  • ECOG ≥2
  • Aktive und nicht kontrollierte Infektion
  • Leberzirrhose
  • Bekannte schwere kardiopulmonale Erkrankung
  • Diagnose oder Behandlung einer anderen bösartigen Erkrankung innerhalb von 2 Jahren vor Randomisierung

 


 

Q-HAM - in Rekrutierung -

Studientitel:

Quizartinib and High-dose Ara-C plus Mitoxantrone in Relapsed/Refractory AML with FLT3-ITD

Quizartinib und hochdosiertes Ara-C plus Mitoxantron bei rezidivierter/refraktärer AML mit FLT3-ITD

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine klonale maligne Erkrankung, die durch leukämische Blasten im Knochenmark und im peripheren Blut gekennzeichnet ist und somit eine normale Hämatopoese verhindert. Die Prognose wird weitgehend durch zytogenetische und molekulare Risikofaktoren, Alter, Leistungsstatus und vorbestehendes myelodysplastisches Syndrom (MDS) bestimmt. Trotz intensiver Chemotherapie bestehend aus Induktions- und Konsolidierungstherapie, ist das Langzeitergebnis von AML-Patienten nach wie vor schlecht, da weniger als 30 % der Patienten eine lang anhaltende Remission oder sogar Heilung erreichen. Diese schlechten Ergebnisse sind hauptsächlich auf das Nichtansprechen auf die Induktionschemotherapie sowie Rückfälle während und nach Abschluss einer intensiven Induktions- und Konsolidierungstherapie zurückzuführen. Darüber hinaus haben Patienten, die eine komplette Remission (CR) erreicht haben, ein hohes Risiko für einen Rückfall, insbesondere innerhalb der ersten zwei Jahre nach Abschluss der Chemotherapie. Die allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) bleibt zumeist die einzige kurative Option. Im vorliegenden Protokoll wird die Wirksamkeit von Quizartinib in Kombination mit HAM (Hochdosis-Cytarabin, Mitoxantron) im Vergleich zu historischen Kontrollen auf der Grundlage des Matched-Threshold-Crossing-Ansatzes geprüft. Nach der Salvage-Therapie erhalten die Patienten entsprechend der initialen Randomisierung eine prophylaktische versus MRD gesteuerte Therapie mit Quizartinib in der Konsolidierungs- (Chemotherapie und alloSCT) und Erhaltungstherapiephase.

  • Patienten mit akuter myeloischer Leukämie gemäß der WHO-Klassifikation 2016 (außer akuter promyelozytärer Leukämie), die entweder

A) refraktär gegenüber einer Induktionstherapie sind oder

B) rezidiviert sind nach einer Erstlinienbehandlung einschließlich Chemotherapie, autologer und/oder alloSCT

  • Positiv für FLT3-ITD (definiert als ein Verhältnis von mutierten zu Wildtyp-Allelen von mindestens 0,05; gemessen innerhalb von 4 Wochen vor Einschluss)
  • ECOG-Leistungsstatus ≤ 2.
  • Adäquate Nierenfunktion definiert als Kreatinin-Clearance >50 mL/min (berechnet nach der Standardmethode für die Einrichtung)
  • Absetzen einer vorherigen AML-Behandlung für mindestens
    • 10 Tage für zytotoxische Wirkstoffe und
    • 28 Tage für die Behandlung mit Prüfpräparaten vor Beginn der Studienbehandlung (außer Hydroxyharnstoff zur Kontrolle der Hyperleukozytose)
  • Alter ≥ 18 Jahre und ≤ 75 Jahre
  • Schwangerschaft:
    • Nicht-schwangere und nicht-stillende Frauen
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen einen negativen Serum- oder Urinschwangerschaftstest haben
    • Frauen im gebährfähigem Alter müssen zustimmen, während der Therapie nicht schwanger zu werden
    • Männer müssen bei jedem sexuellen Kontakt mit Frauen im gebährfähigem Alter ein Latexkondom benutzen, auch wenn sie einer erfolgreichen Vasektomie unterzogen haben, und müssen sich verpflichten, kein Kind zu zeugen während der Studie und 6 Monate nach Ende der Studie/Behandlung
  • Unterschriebene schriftliche Einverständniserklärung
  • Fähigkeit des Patienten, Ablauf und Konsequenzen der klinischen Studie zu verstehen

  • Akute promyelozytäre Leukämie (AML FAB M3 mit t(15;17)(q22;q12) / PML-RARA)
  • Patienten mit bekannter ZNS-Leukämie
  • Isolierte extramedulläre Manifestation der AML
  • Patienten mit einer "derzeit aktiven" zweiten malignen Erkrankung, außer Nicht-Melanom-Hautkrebs. Patienten werden nicht als Patienten mit einem "derzeit aktiven" Malignom betrachtet, wenn sie die Therapie seit mehr als einem Jahr abgeschlossen haben und ihr Rückfallrisiko von ihrem Arzt als weniger als 30 % innerhalb eines Jahres beurteilt wird
  • Hyperleukozytose (Leukozyten > 30.000/μl) zum Zeitpunkt des Studieneintritts
  • Unkontrollierte oder signifikante kardiovaskuläre Erkrankung
  • Unzureichende Leberfunktion: ALT und AST ≥ 2,5 x ULN), Gesamtbilirubin ≥ 1,5 x ULN; Alkalische Phosphatase ≥ 2,5 x ULN. Bekannte Leberzirrhose oder Vorgeschichte einer veno-okklusiven Erkrankung (VOD) oder Anamnese des Sinusoidalen Obstruktionssyndroms (SOS)
  • Bekannte Positivität für HIV, aktive HBV-, HCV- oder Hepatitis-A-Infektion (aktive Hepatitis B

definiert durch HBs-Ag-Positivität, aktive Hepatitis C definiert durch positive Viruslast)

  • Unkontrollierte aktive Infektion
  • Nachweis oder Vorgeschichte einer schweren nicht leukämieassoziierten Blutungsdiathese oder Koagulopathie
  • innerhalb von 100 Tagen nach alloSCT
  • klinisch relevante Graft-versus-Host-Disease (GvHD), die den Beginn einer Behandlung oder Behandlungseskalation innerhalb von 21 Tagen vor dem Screening nötig macht
  • Eine der folgenden Erkrankungen aktuell oder in den letzten 6 Monaten: kongenitales langes QT Syndrom, Torsades de pointes, Herzrhythmusstörungen (einschließlich anhaltender ventrikulärer Tachyarrhythmie), rechter oder linker Schenkelblock und bifaszialer Block, instabile Angina pectoris, koronare/periphere Arterien-Bypass-Transplantation, zerebrovaskulärer Unfall, transitorische ischämische Attacke oder symptomatische Lungenembolie; sowie Bradykardie definiert als <50 bpms
  • QTc-Intervall >450 msec unter Verwendung der Fredericia-Korrektur (QTcF)
  • Patienten, die bekanntermaßen refraktär gegenüber Thrombozyten- oder Erythrozytentransfusionen gemäß institutioneller Richtlinien sind oder die bekanntermaßen oder wahrscheinlich die Blutprodukte verweigern
  • Schwere neurologische oder psychiatrische Störungen, die die Fähigkeit, eine informierte Einwilligung zu geben, beeinträchtigen
  • Bekannter oder vermuteter aktiver Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • Keine Einwilligung zur Erfassung, Speicherung und Verarbeitung der individuellen Krankheitscharakteristika und Verlauf sowie Information des Hausarztes über die Studienteilnahme
  • Schwangerschaft und Laktation
  • Anamnestisch bekannte Überempfindlichkeit gegen das Prüfpräparat oder gegen ein Arzneimittel mit ähnlichen chemischen Struktur oder auf einen Trägerstoff, der in der Darreichungsform des Prüfpräparates enthalten ist
  • Frühere Behandlung mit Quizartinib

CLL2-BZAG - in Rekrutierung -

Studientitel:

A Prospective, Open-Label, Multicenter Phase II Trial to evaluate the efficacy and safety of a sequential regimen of Bendamustine followed by Obinutuzumab (GA101), Zanubrutinib (BGB-3111) and Venetoclax (ABT-199) in patients with relapsed/refractory CLL: The CLL16 BZAG-Trial of the GCLLSG

Eine prospektive, offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit einer sequentiellen Behandlung mit Bendamustin gefolgt von Obinutuzumab (GA101), Zanubrutinib (BGB-3111) und Venetoclax (ABT-199) bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer CLL: CLL2-BZAG-Studie der GCLLSG

Für die Behandlung der CLL sind inzwischen mehrere zielgerichtete Wirkstoffe verfügbar. Da diese Wirkstoffe gut verträglich sind und unterschiedliche, potenziell synergistische Wirkmechanismen haben, werden derzeit in mehreren Studien verschiedene Kombinationen untersucht, um die antileukämische Wirksamkeit zu erhöhen. Die German CLL Study Group führt derzeit vier Phase-II-Studien durch, in denen jeweils eine andere Kombination eines oralen zielgerichteten Wirkstoffs (Ibrutinib, Idelalisib oder Venetoclax) mit einem Anti-CD20-Antikörper (Obinutuzumab oder Ofatumumab) in einer All-Comer-Patientengruppe von therapienaiven und rezidivierten/refraktären Patienten untersucht wird, unabhängig von körperlicher Fitness und genetischen Hochrisikoanomalien (so genannte BXX-Studien). Die CLL2-BZAG-Studie wird ein Debulking mit zwei Zyklen Bendamustin (nur bei Patienten mit hoher Tumorlast), gefolgt von einer Induktions- und Erhaltungstherapie mit Obinutuzumab, Zanubrutinib und Venetoclax bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer CLL untersuchen. Damit kombiniert diese Studie ein etabliertes (Chemotherapie) und drei neuartige, synergistische (Antikörper, BTK-Inhibitor und Bcl-2-Antagonist) Wirkprinzipien, um tiefe und langanhaltende Remissionen bei kurzer Behandlungsdauer zu erreichen. Zusätzlich hat diese Studie ein umfangreiches wissenschaftliches Begleitprogramm, das auf ein besseres Verständnis der Kinetik des Ansprechens und der klonalen Progression der CLL abzielt.

  • Rezidivierte/refraktäre behandlungsbedürftige CLL nach iwCLL-Kriterien
  • Alter mindestens 18 Jahre
  • Adäquate Nierenfunktion, angezeigt durch eine Kreatinin-Clearance ≥30 ml/min
  • Adäquate hämatologische Funktion, die durch eine Neutrophilenzahl ≥ 1,0 x 109/L, einen Hämoglobinwert ≥8,0 g/dL und eine Thrombozytenzahl ≥ 25 x 109/L nachgewiesen wird, es sei denn, sie ist direkt auf die CLL des Patienten zurückzuführen (z. B.  Knochenmarkinfiltration); in diesem Fall sollte die Thrombozytenzahl ≥ 10 × 109/L sein.
  • Adäquate Leberfunktion, angezeigt durch ein Gesamtbilirubin ≤2x, AST/ALT ≤2,5x den institutionellen ULN-Wert, sofern nicht direkt auf die CLL des Patienten oder auf das Gilbert-Syndrom zurückzuführen
  • Negativer Test auf Hepatitis B oder Hepatitis C
  • ECOG 0 bis 2, ECOG 3 ist nur erlaubt, wenn es im Zusammenhang mit der CLL steht (z. B. aufgrund von Anämie oder schweren konstitutionellen Symptomen)
  • Lebenserwartung ≥ 6 Monate

  • (Verdacht auf) Transformation der CLL (d. h. Richter-Transformation, pro-lymphozytäre Leukämie) oder Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS)
  • Progression während der vorherigen Behandlung mit Venetoclax, Ib-Rutinib oder einem anderen BTK-Inhibitor und/oder Vorhandensein bekannter Mutationen, die mit Therapieresistenz assoziiert sind, z. B. Bruton-Tyrosinkinase und Phospholipase C Gamma 2 (PLCg2)
  • Bestätigte progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)
  • Andere Malignome als CLL, die derzeit systemische Therapien erfordern
  • Unkontrollierte Infektion, die eine systemische Behandlung erfordert
  • Schwangere Frauen und stillende Mütter

GAZAI - in Rekrutierung –

Studientitel:

Therapy of Nodal Follicular Non-Hodgkin Lymphoma (WHO grade 1/2) in Clinical Stage I/II using Response Adapted Involved Site Radiotherapy in Combination with Gazyvaro

Therapie des nodalen follikulären Non-Hodgkin-Lymphoms (WHO-Grad 1/2) im klinischen Stadium I/II mittels Response-adaptierter Involved-Site-Strahlentherapie in Kombination mit Gazyvaro

Zusammenfassung

Die Großfeldbestrahlung bei follikulärem Lymphom im Frühstadium hat sich durch Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) als besser erwiesen als die Kleinfeldbestrahlung (ARO 98-01 Studie). Die MIR-Studie zeigte, dass zumindest in der kurzen Nachbeobachtungszeit die Zugabe von MabThera zu einer Kleinfeld-Strahlentherapie in konventioneller Dosierung zu mindestens gleichwertigen Ergebnissen hinsichtlich des PFS im Vergleich zu den Großfelddaten der ARO 98-01-Studie führen kann. Allerdings hat sich die Toxizität als geringer erwiesen. Die metabolische Ansprechrate (CR-Rate), nachgewiesen durch FDG-PET, wurde als prognostischer Marker für Rezidivfreiheit bei fortgeschrittenem Stadium des follikulären Lymphoms identifiziert (PRIMA-Studie). Eine immunmodulierende Strahlentherapie mit einer niedrigen Dosis von 2 x 2 Gy (low dose radiation therapy = LDRT) hat in einer prospektiven Studie gezeigt, dass sie bei etwa 60 % der follikulären Lymphome eine CR induzieren kann bzw. in der britischen FORT-Studie bei etwa 48 %. Dies lässt vermuten, dass eine CR-Antwort auf LDRT spezifische Subtypen des follikulären Lymphoms kennzeichnet. Es ist auch nicht bekannt, ob eine Kombination von LDRT mit einer Anti-CD20-Antikörpertherapie die CR-Rate erhöhen kann.

Das Ziel der aktuellen Studie ist eine weitere Reduktion der Strahlendosis bei Patienten mit einem guten Ansprechen auf eine Kombination aus LDRT und Anti-CD20-Immuntherapie. Die Umstellung von MabThera auf Gazyvaro könnte zu einer noch effektiveren Behandlung führen, was sich im morphologisches Ansprechen in Woche 7 und der Eradikation der minimalen Resterkrankung im Vergleich zur der MIR-Studie zeigt. Patienten mit unzureichendem Ansprechen (keine metabolische CR) nach LDRT erhalten eine zusätzliche Bestrahlungsdosis von 36 Gy, die sich auf die Gesamtdosis von 40 Gy der MIR-Studie erhöht.

(Haupt-)Einschlusskriterien

  • CD20-positives follikuläres Lymphom Grad 1/2 nach der WHO Klassifikation (2016)
  • Unbehandeltes (Strahlen-, Chemo- oder Immuntherapie) nodales Lymphom (einschließlich Beteiligung des Waldeyer-Rachenrings)
  • Alter: ≥18 Jahre
  • Eastern Cooperative Oncology Group Leistungsstatus Status (ECOG) 0-2
  • Stadium: klinisches Stadium I oder II (Ann-Arbor-Klassifikation)
  • Schriftliche Einverständniserklärung und Bereitschaft zur Kooperation während des Studienverlaufs
  • Angemessene hämatologische Funktion (sofern die Anomalien nicht mit dem NHL in Zusammenhang stehen), definiert als wie folgt: Hämoglobin ≥ 9,0 g/dL; absolute Neutrophilenzahl ≥ 1,5 × 109/L, Thrombozytenzahl ≥ 75 × 109/L
  • Patienten mit nicht aktiver Hepatitis-B-Infektion (HBsAg neg/HBcAB pos/HBV DNA neg)
  • unter 1 Jahr erfordern eine prophylaktische antivirale Therapie (z. B. Entecavir®) möglich

(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • Extra nodale Manifestation
  • Sekundärer Krebs in der Anamnese des Patienten (Ausschluss: Basaliom, Spinaliom, Melanom in situ, Blasenkrebs T1a, nicht-metastasierter solider Tumor in konstanter Remission, der vor >3 Jahren diagnostiziert wurde
  • Begleiterkrankungen: angeborene oder erworbene Immunschwächesyndrome, aktive Infektionen einschließlich viraler Hepatitis (Serologie positiv für HBsAg oder HBcAb in Kombination mit positiver HBV-DNA), unkontrollierte Begleiterkrankungen einschließlich signifikante kardiovaskuläre oder pulmonale Erkrankungen
  • Schwere psychiatrische Erkrankung
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Gazyvaro (Obinutuzumab) oder Arzneimittel mit ähnlicher chemische Struktur oder einen anderen Zusatzstoff des Studienmedikaments
  • Kreatinin > 1,5-fache obere Grenze des Normalwerts (ULN) (es sei denn, die Kreatinin-Clearance ist normal), oder berechnete Kreatinin-Clearance < 40 mL/min
  • AST oder ALT > 2,5 × ULN
  • Gesamtbilirubin ≥ 1,5 × ULN
  • INR > 1,5 × ULN
  • PTT oder aPTT > 1,5 × der ULN

 


 

GO29781 - in Rekrutierung –

Studientitel:

An open-label, multicenter, phase I/IB trial evaluating the safety, efficacy, and pharmacokinetics of escalating doses of mosunetuzumab (BTCT4465A) as a single agent and combined with Atezolizumab in patients with relapsed or refractory B-Cell Non-Hodgkin’s lymphoma and chronic lymphocytic leukemia

Eine offene, multizentrische Phase I/IB-Studie zur Untersuchung der Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von eskalierenden Dosierungen von Mosunetuzumab (BTCT4465A) als Einzelwirkstoff und Kombination mit Atezolizumab bei patienten mit rezidiviertem oder refraktärem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom und chronischer lymphatischer Leukämie

Zusammenfassung

Zu den bösartigen Erkrankungen von B-Zellen gehören Lymphome und Leukämien. B-Zell-Lymphome bilden eine vielfältige Gruppe von Neoplasmen innerhalb der Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist mit ca. 30-40 % aller NHL-Diagnosen die häufigste Form des NHL, gefolgt vom follikulären Lymphom (FL; 20-25 %) und dem Mantelzell-Lymphom (MCL; 6-10 %). Die chronische lymphatische Leukämie der B-Zellen (CLL) ist die häufigste Leukämie bei Erwachsenen. Die biologische Heterogenität der B-Zell-Malignome spiegelt sich im klinischen Verlauf und Ausgang der einzelnen Erkrankungen wider. Indolente Erkrankungen wie FL und CLL entwickeln sich langsam, mit einer medianen Überlebenszeit von 8 bis 10 Jahren. Im Gegensatz dazu zeigen aggressivere Erkrankungen wie DLBCL und MCL, wenn sie unbehandelt bleiben, eine mediane Überlebenszeit von 6 Monaten. Ungeachtet der biologischen und klinischen Heterogenität von B-Zell-Lymphomen, werden Patienten mit B-Zell-Malignomen im fortgeschrittenen Stadium typischerweise zunächst mit einer intensiven zytotoxischen Chemotherapie in Kombination mit monoklonalen Antikörpern wie dem Anti-CD20 Antikörper, Rituximab behandelt. Obwohl bei einigen Patienten ein dauerhaftes Ansprechen erreicht werden kann, kommt es bei der Mehrheit der Patienten zu einer progredienten oder rezidivierten Erkrankung. Indolente B-Zell-Malignome, einschließlich FL und CLL, sowie etwa die Hälfte aller aggressiven Lymphome, sind trotz der Fortschritte in der Immunchemotherapie, die zu einem längeren progressionsfreien Überleben (PFS) geführt haben, unheilbar. Da NHL häufig bei älteren Patienten diagnostiziert wird, stellt zudem die Verträglichkeit einer zytotoxischen Chemotherapie ein wesentliches Hindernis für den Behandlungserfolg dar. Folglich besteht weiterhin ein Bedarf an neuen Therapien, die das PFS und das Gesamtüberleben (OS) signifikant verlängern können und dabei mindestens akzeptable, wenn nicht sogar bessere Sicherheit und Verträglichkeit bieten. Jüngste Daten haben die Wirksamkeit von Therapien unterstützt, die T-Zellen in der der Behandlung von B-Zell-Malignomen nutzen. Ein Ansatz beinhaltet die Ex-vivo-Manipulation von autologen oder allogenen T-Zellen zur Expression von chimären Antigenrezeptoren (CARs), die auf linienspezifische Oberflächenmoleküle wie z. B. CD19 abzielen. Anti-CD19 CAR-exprimierende T-Zellen haben bei Patienten mit rezidivierten/refraktären (R/R) Leukämien tiefe und dauerhafte Ansprechen erreicht, allerdings stellen Toxizitäten im Zusammenhang mit dem schweren Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS), die Optimierung von Dosis und Zeitplan sowie die die Skalierbarkeit der Produktion auf die breitere Krebspopulation erhebliche Barrieren für die ihre klinische Entwicklung dar. Ein zweiter Ansatz der T-Zell-gerichteten Therapie beinhaltet die Verwendung bispezifischer Moleküle, die endogene T-Zellen direkt mit Tumorzellen verbinden. Bei hämatologischen Malignomen wurde dieser Ansatz durch den bispezifischen T-Zell-Engager (BiTE) Molekül, Blinatumomab, ein Fusionsprotein, das CD19 und CD3 erkennt, gezeigt.  Der Wirkmechanismus von Blinatumomab ist die Lyse von CD19 exprimierenden-B-Zellen durch T-Zellen.

(Haupt-)Einschlusskriterien

  • Schriftliche Einverständniserklärung
  • Eastern Cooperative Oncology Group Leistungsstatus von 0 oder 1
  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Vorgeschichte eines histologisch dokumentierten hämatologischen Malignoms mit CD20-Antigen Expression und das auf mindestens eine vorherige systemische Behandlung nicht angesprochen hat und für das es keine verfügbare Therapie gibt, die das Überleben verbessert (z. B. Standard-Chemotherapie, autologe Stammzelltransplantation [SCT], CAR-T): Details im Prüfplan
  • Nur NHL-Patienten: müssen mindestens eine bi-dimensional messbare Läsion haben (>1,5 cm in der größten Ausdehnung bei nodalen Läsionen oder >1,0 cm in ihrer größten Ausdehnung für extranodale Läsionen, gemessen mittels Computertomographie [CT] oder Magnetresonanztomographie [MRT])
  • Nur CLL-Patienten: müssen eine zirkulierende Lymphozytenzahl von >5000/L Blut haben. Messbare Krankheit durch CT-Scan ist nicht erforderlich.
  • Schriftliche Einverständniserklärung

(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • Vorherige Anwendung eines monoklonalen Antikörpers, Radioimmunkonjugats oder Antikörper-Wirkstoff-Konjugats innerhalb von 4 Wochen vor der ersten Verabreichung von Mosunetuzumab
  • Vorherige Behandlung mit systemischen Immuntherapeutika, deren Wirkmechanismus T-Zellen einbezieht, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Zytokintherapie und therapeutische Anti-CTLA-4-, Anti-PD-1- und Anti-PD-L1-Antikörper, innerhalb von 12 Wochen oder fünf Halbwertszeiten des Medikaments, je nachdem, was kürzer ist, vor der ersten Mosunetuzumab-Verabreichung
  • Behandlungsbedingte immunologische unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit früheren Immuntherapeutika (z. B. Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapien): Details im Protokoll
  • Behandlung mit einem Chemotherapeutikum oder mit einem anderen Krebsmedikament
  • (Prüfpräparat oder andere) innerhalb von 4 Wochen oder fünf Halbwertszeiten des Medikaments, je nachdem, was kürzer ist vor der ersten Verabreichung von Mosunetuzumab

  • Behandlung mit Strahlentherapie innerhalb von 2 Wochen vor der ersten Mosunetuzumab-Verabreichung. Wenn Patienten innerhalb von 4 Wochen vor der ersten Mosunetuzumab-Verabreichung eine Strahlentherapie erhalten haben, muss mindestens eine messbare Läsion außerhalb des Bestrahlungsfeldes liegen. Patienten, die nur eine messbare Läsion haben, die zuvor bestrahlt wurde, aber anschließend fortgeschritten ist, sind teilnahmeberechtigt.

  • Autologe SCT innerhalb von 100 Tagen vor der ersten Mosunetuzumab-Verabreichung
  • Vorherige Behandlung mit CAR-T-Therapie innerhalb von 30 Tagen vor der ersten Mosunetuzumab Verabreichung
  • Aktuelle Eignung für autologe Stammzelltransplantation (SCT) bei Patienten mit R/R DLBCL oder R/R transformiertem FL
  • Vorherige allogene SCT
  • Vorherige Transplantation eines soliden Organs
  • Aktueller oder früherer Befund eines ZNS-Lymphoms
  • Jede andere koexistierende medizinische oder psychologische Erkrankung, die eine Teilnahme an der Studie ausschließt oder die Fähigkeit, eine Zustimmungserklärung (informed consent) zu geben, beeinträchtigt

CUPISCO (MX39795) - in Rekrutierung -

Studientitel:

A phase II, randomized, active-controlled, multi-center study comparing the efficacy and safety of targeted therapy or cancer immunotherapy guided by genomic profiling versus platinum-based chemotherapy in patients with cancer of unkown primary site who have received three cycles of platinum doublet chemotherapy

Eine randomisierte, aktiv-kontrollierte, multizentrische Phase II Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit einer zielgerichteten Therapie oder einer durch genomische Profilanalyse geleiteten Krebsimmuntherapie im Vergleich zu einer platinbasierten Chemotherapie bei Patienten mit Krebs unbekannter Primärlokalisation, die drei Zyklen einer Platin-Dubletten Chemotherapie erhalten haben

Das CUP-Syndrom ist definiert als ein histologisch bestätigter metastasierender Tumor, bei dem eine standardisierte diagnostische Untersuchung nicht den Ursprungsort im Körper entdeckt hat. Die Behandlung von Krebs basiert in der Regel auf dem Ursprungsgewebe der spezifischen Neoplasie, ein Ansatz, der offensichtlich problematisch ist in Patienten mit CUP-Syndrom. Die Europäische Gesellschaft für Onkologie (ESMO) empfiehlt eine breit angelegte Chemotherapie bei Vorliegen mehrerer Metastasen, aber diese Behandlungsschemata sind häufig suboptimal mit schlechter Prognose. In der CUPISCO-Studie (MX39795) wird untersucht, ob sich durch eine umfassende Tumormutationsanalyse genetische Veränderungen identifizieren lassen, die einen Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien bieten. Alle Patienten erhalten zunächst drei Zyklen einer Platin-basierten Standard-Chemotherapie. Im Anschluss werden die Patienten im Verhältnis 3:1 in den experimentellen bzw. Standardarm der Studie randomisiert. Im Standardarm wird die Chemotherapie mit drei weiteren Zyklen, entsprechend der derzeitigen therapeutischen Standard-Vorgehensweise bei Patienten mit prognostisch ungünstigem CUP-Syndrom fortgeführt. Patienten im experimentellen Arm erhalten dagegen eine auf der Tumormutationsanalyse basierende, zielgerichtete Therapie.

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Histologisch bestätigter inoperabler Tumor mit unbekannter primärer Lokalisation (CUP), diagnostiziert nach den Kriterien, die in den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) für die klinische Praxis der CUP 2015 definiert sind
  • Jeder Patient muss eine Blutprobe für das Genom-Profiling abgeben
  • Keine vorherigen systemischen Therapien für die Behandlung
  • ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group ) Status von 0 oder 1
  • Kandidat für eine Chemotherapie auf Platinbasis (gemäß den Referenzinformationen für die beabsichtigte Chemotherapie)
  • Mindestens eine Läsion, die nach RECIST v1.1 messbar ist
  • Formalin-Fixed Paraffin-Embedded (FFPE)-Tumorgewebeprobe </= 4 Monate alt, die voraussichtlich für die Erstellung eines umfassenden genomischen Profils in einem zentralen Referenzlabor für Pathologie ausreichen wird
  • Keine Hirnmetastasierung (vorbehandelte Hirnmetastasierung ohne Resterkrankung oder leptomeningeale Erkrankung wird für den Einschluss akzeptiert)

  • Plattenepithelkarzinom – CUP
  • Teilnehmer, die einer der folgenden Untergruppen des CUP mit günstigen Prognosen angehören: schlecht differenziertes Karzinom mit Mittellinienverteilung; Frauen mit papillärem Adenokarzinom der Bauchhöhle; Frauen mit Adenokarzinom, das nur die axillären Lymphknoten betrifft; Plattenepithelkarzinom der zervikalen Lymphknoten; schlecht differenzierte neuroendokrine Tumore; Männer mit blastischen Knochenmetastasen und erhöhtem prostataspezifischen Antigen (PSA); Teilnehmer mit einem einzelnen, kleinen, potenziell resektablen Tumor; Darmkrebs - Typ CUP, einschließlich Teilnehmer mit einem CK7-negativen, CK20-positiven, CDX-2 positiven Immunhistochemie-Profil
  • bekanntes Vorhandensein von Hirn- oder Rückenmarksmetastasen (einschließlich Metastasen, die nur bestrahlt wurden)
  • Histologie- und Immunhistologie-Profile (nach ESMO-Leitlinien 2015), die kein Adenokarzinom oder schlecht differenziertes Karzinom/Adenokarzinom sind
  • Immunhistochemie-Profil, das eine definitive klinische Indikation für einen Primärkrebs mit einer spezifischen Behandlung liefert
  • Leptomeningeale Erkrankung
  • bekannte Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV)
  • Signifikante kardiovaskuläre Erkrankung
  • Vorherige allogene Stammzell- oder Organtransplantation
  • Schwangerschaft oder Stillen oder die Absicht, schwanger zu werden, während der Studienbehandlung oder bis zu 24 Monate nach der letzten Dosis der Studienbehandlung

 


 

MK-3475-975/KEYNOTE-975 - in Rekrutierung –

Studientitel:

A Randomized, Double-blind, Placebo-controlled Phase 3 Trial of Pembrolizumab (MK-3475) Versus Placebo in Participants with Esophageal Carcinoma Receiving Concurrent Definitive Chemoradiotherapy (KN-975)

Eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-3-Studie mit Pembrolizumab (MK-3475) im Vergleich zu Placebo bei Teilnehmern mit Ösophaguskarzinom unter gleichzeitiger definitiver Chemoradiotherapie (KN-975)

Speiseröhrenkrebs ist weltweit die achthäufigste diagnostizierte Krebsart und die sechsthäufigste krebsbedingte Todesursache (Inzidenz, ca. 456.000; Mortalität, 400.000 im Jahr 2012). In Deutschland verursachen Krebskrankheiten der Speiseröhre (Ösophagus) etwa 3,5 Prozent aller Krebstodesfälle bei Männern und 1,2 Prozent bei Frauen. Männer erkranken in Deutschland drei- bis viermal häufiger und mit 67 Jahren im Mittel vier Jahre früher an Speise­röhren­krebs als Frauen. Derzeit werden jährlich etwa 7.500 Menschen mit Ösophaguskarzinom diagnostiziert (Robert-Koch-Institut, 2016). Die meisten Ösophaguskarzinome lassen sich in 2 histologische Hauptuntergruppen einteilen: Plattenepithelkarzinom (ESCC) und Adenokarzinom (EAC). Das Plattenepithelkarzinom ist der weltweit am häufigsten diagnostizierte Subtyp des Ösophaguskarzinoms und scheint empfindlicher auf Chemotherapie, Chemoradiation (dCRT) und Strahlentherapie zu reagieren.

Bei dieser Studie handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 mit Pembrolizumab in Kombination mit dCRT im Vergleich zu Placebo in Kombination mit dCRT bei Teilnehmern mit cTX N+ M0 oder cT2-T4a NXM0 ESCC, Siewert-Typ-I-Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs (EGJ), oder EAC, die Kandidaten für dCRT sind.

Ungefähr 600 Teilnehmer werden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhalten entweder Pembrolizumab mit dCRT oder Placebo mit dCRT. Die Teilnehmer im Pembrolizumab/Placebo-Arm erhalten Pembrolizumab/Placebo in 13 Zyklen (etwa 1 Jahr). Sie werden vor der Randomisierung nach PD-L1-Status, Strahlendosis und geografischer Region/Histologie stratifiziert. Diese Studie ist die erste, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Pembrolizumab in Kombination mit dCRT versus Placebo in Kombination mit dCRT untersucht und könnte daher die behördliche Genehmigung der Kombination von Pembrolizumab mit dCRT in dieser Patientengruppe vorantreiben, wenn die Kombination sich als sicher ist und wirksam erweist.

  • Ist männlich oder weiblich und am Tag der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung mindestens 18 Jahre alt mit cTX N+ M0 oder cT2-T4a NXM0 ESCC, Siewert-Typ-I-Adenokarzinom der EGJ oder EAC, wird als geeignet für dCRT erachtet, hat eine Erkrankung, die durch eine röntgenologische Beurteilung durch den Untersucher vor Ort qualitativ beurteilbar ist, und ist auf der Grundlage der dokumentierten Stellungnahme eines qualifizierten Mediziners, Chirurgen oder Strahlenonkologen nicht für eine kurative Operation geeignet.
  • Es ist nicht zu erwarten, dass im Verlauf der Studie eine Tumorresektion erforderlich ist.
  • Hat einen ECOG-Status von 0 bis 1 innerhalb von 3 Tagen nach der ersten Studien- Intervention.
  • Ist nach dem Urteil des Prüfarztes angemessen ernährt. Eine Ernährungssonde ist akzeptabel, um eine angemessene Ernährung sicherzustellen.
  • Hat eine für die PD-L1- und MSI-Biomarker-Analyse als ausreichend erachtete Tumorgewebeprobe zur Verfügung gestellt. Das PD-L1-Ergebnis muss als positiv oder negativ vom Zentrallabor bestimmt und die Prüfzentren über die adäquate Analyse informiert sein. Die Prüfzentren werden hinsichtlich der PDL1-Analyse maskiert.
  • Hat eine adäquate Organfunktion. Die Proben müssen innerhalb von 14 Tagen vor Beginn der Studienbehandlung entnommen werden.
  • Die Verwendung von Verhütungsmitteln durch die Teilnehmer*innen sollte mit den örtlichen Vorschriften bezüglich der Verhütungsmethoden für Teilnehmer*innen an klinischen Studien in Einklang stehen.
  • Hat (oder ggf. ein gesetzlich zulässiger Vertreter) eine schriftliche informierte Einwilligung für die Studie erteilt. Der Teilnehmer kann auch eine Einwilligung für zukünftige biomedizinische Forschung geben. Der Teilnehmer kann jedoch an der Hauptstudie teilnehmen, ohne Beteiligung an der künftigen biomedizinischen Forschung.

  • Hat direkte Invasion des Tumors in benachbarte Organe wie Aorta oder Trachea (Teilnehmer mit T4b-Krankheit kommen für eine Studienteilnahme nicht in Frage).
  • Hatte eine größere Operation außer der Einführung einer Ernährungssonde, einer offenen Biopsie oder signifikante traumatische Verletzung innerhalb von 28 Tagen vor der Randomisierung oder die Notwendigkeit einer größeren Operation während der Studienbehandlung wird antizipiert.
  • Hat in den letzten 3 Monaten einen Gewichtsverlust von >20% erlitten.
  • Hat zuvor eine Chemotherapie oder eine RT bei Ösophaguskarzinom durchgeführt.
  • Hat innerhalb der letzten 6 Monate einen Myokardinfarkt erlitten. Wenn der Myokardinfarkt >6 Monate zurückliegt, kann der Teilnehmer, sofern keine vorübergehende Ischämie erkennbar ist, nach Ermessen des Prüfarztes unter Hinzuziehung eines Kardiologen aufgenommen werden.
  • Hat eine schwere kongestive Herzinsuffizienz.
  • Hat eine Vorgeschichte oder aktuelle Hinweise auf eine Erkrankung (z.B. bekannter Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase, Schwerhörigkeit usw.), Therapie oder Laboranomalien, die die Ergebnisse der Studie verfälschen, die Teilnahme des Teilnehmers während der gesamten Studiendauer beeinträchtigen könnten oder nach Ansicht des behandelnden Prüfarztes nicht im besten Interesse des Teilnehmers sind (z.B. eine Kontraindikation für die Anwendung von Cisplatin oder 5-FU).
  • Hat zuvor eine Therapie mit einem Anti-PD-1-, Anti-PD-L1- oder Anti-PD-L2-Wirkstoff oder mit einem auf einen anderen stimulierenden oder koinhibitorischen T-Zell-Rezeptor gerichteten Wirkstoff erhalten.
  • Hat innerhalb von 30 Tagen vor der ersten Dosis des Studienmedikaments einen Lebendimpfstoff erhalten.
  • Hat zuvor eine systemische Krebstherapie zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs einschließlich der Prüfpräparate erhalten.
  • Hat sich aufgrund früherer Nicht-Krebs-Therapien nicht von allen Nebenwirkungen (AEs) erholt ≤Grade 1 oder dem Ausgangswert. Teilnehmer mit ≤Grade 2 Neuropathie sind möglicherweise teilnahmeberechtigt.
  • Hat die Diagnose einer Immunschwäche oder erhält eine chronische systemische Steroidtherapie (in einer Dosierung von mehr als 10 mg Prednison-Äquivalent täglich) oder eine andere Form der immunsuppressiven Therapie innerhalb von 7 Tagen vor der ersten Dosis des Studienmedikaments.
  • Hat eine bekannte zusätzliche Malignität, die fortschreitet oder innerhalb der letzten 3 Jahre eine aktive Behandlung erfordert hat. Hinweis: Teilnehmer mit Basalzellkarzinom der Haut, Plattenepithelkarzinom der Haut oder Carcinoma in situ, die sich einer potenziell kurativen Therapie unterzogen haben, sind nicht von der Studie ausgeschlossen. Teilnehmer mit lokalisiertem Prostatakrebs, der sich einer potenziell kurativen Behandlung unterzogen hat, können in die Studie aufgenommen werden.
  • Hat eine schwere Überempfindlichkeit (≥Grade 3) gegen Pembrolizumab, ein Chemotherapeutikum der Studie oder deren Hilfsstoffe.
  • Hat eine aktive Autoimmunerkrankung, die in den vergangenen 2 Jahren eine systemische Behandlung erforderlich gemacht hat. Eine Ersatztherapie gilt nicht als eine Form der systemischen Behandlung und ist zulässig.
  • Hat eine Vorgeschichte von (nichtinfektiöser) Pneumonitis, die Steroide erforderte, oder hat aktuelle Pneumonitis. Der Teilnehmer sollte nur dann ausgeschlossen werden, wenn systemische Steroide erforderlich waren.
  • Hat eine aktive Infektion, die eine systemische Therapie erfordert.
  • Hat eine bekannte Vorgeschichte einer HIV-Infektion.
  • Hat eine bekannte Vorgeschichte mit Hepatitis B oder eine bekannte aktive Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus.
  • Hat eine bekannte Vorgeschichte von aktiver Tuberkulose.
  • Hat eine bekannte psychiatrische Störung oder eine Störung des Substanzmissbrauchs, die die Fähigkeit des Teilnehmers beeinträchtigen, den Anforderungen der Studie nachzukommen.
  • Ist schwanger oder stillt oder erwartet eine Schwangerschaft oder zeugt Kinder innerhalb der voraussichtlichen Dauer der Studie, beginnend mit dem Screening-Besuch bis 120 Tage nach Gabe der letzten Dosis der Studienintervention (180 Tage für Teilnehmer, die Cisplatin erhalten und Stillen).
  • Hat eine Transplantation von allogenem Gewebe/festen Organen erhalten.

HD21 - in Rekrutierung –

Treatment optimization trial in the first-line treatment of adavanced stage Hodgkin lymphoma; comparison of 4-6 cycles of escalated BEACOP with 4-6 cycles of BrECADD

Therapieoptimierungsstudie in der Erstlinienbehandlung des Hodgkin Lymphoms im fortgeschrittenen Stadium; Vergleich von 4-6 Zyklen eskaliertem BEACOP mit 4-6 Zyklen BrECADD

Zusammenfassung

Das Hodgkin Lymphom (HL) tritt am häufigsten bei jungen Erwachsenen im Alter von 15-30 Jahren auf, gefolgt von Erwachsenen über 55 Jahren. In den frühen Stadien der Erkrankung sind viele Patienten asymptomatisch. Das häufigste Anzeichen für HL ist eine Schwellung von Lymphknoten im Oberkörper (am häufigsten im Nacken, in den Achselhöhlen oder im Mediastinum). Juckende Haut, Müdigkeit und verminderter Appetit können ebenfalls als Symptome auftreten. Die zelluläre Immunschwäche, die bei HL-Patienten auftritt, erhöht die Anfälligkeit für Infektionen. Wenn die Lymphknoten im Brustkorb betroffen sind, können Patienten Atembeschwerden oder Husten haben. Eine Gruppe von Symptomen, die als B-Symptome bekannt sind, sind manchmal vorhanden und umfassen Fieber, nächtliche Schweißausbrüche und unerklärlichen Gewichtsverlust. Andere Organe können betroffen sein, wie z. B. die Leber, die Lunge, die Milz, die Knochen oder das Knochenmark.

Mit der Etablierung der Polychemotherapie und den kontinuierlichen Fortschritten in der Strahlentherapie ist das Hodgkin-Lymphom mittlerweile eine bösartige onkologische Erkrankung mit einer der besten Prognosen überhaupt. Bei der Erstlinientherapie des Hodgkin Lymphoms im fortgeschrittenen Stadium besteht allerdiings noch ein großer Optimierungsbedarf hinsichtlich der therapiebedingten Akut- und Spättoxizitäten. Die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (GSHG) ist daher bestrebt, ein neues, modifiziertes Therapieschema zu entwickeln, um die Nebenwirkungen zu minimieren und gleichzeitig das Ansprechen auf die Therapie auf gleich hohem Niveau zu halten.

(Haupt-)Einschlusskriterien

  • Histologisch nachgewiesenes klassisches Hodgkin-Lymphom
  • Erstdiagnose, keine vorherige Behandlung
  • Randomisierte Hauptstudie: 18 bis 60 Jahre alt (voll rekrutiert)
  • Kohorte von älteren Patienten: 61 bis 75 Jahre (offen)
  • Stadium IIB mit großer mediastinaler Masse und/oder extranodalen Läsionen, Stadium III oder IV

(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • Kompositlymphom oder noduläres lymphozytenprädominantes Hodgkin-Lymphom
  • Vorangegangenes Malignom (Ausnahmen: Basaliom, Carcinoma in situ der Cervix uteri, vollständig reseziertes Melanom TNMpT1)
  • Vorangegangene Chemo- oder Strahlentherapie
  • gleichzeitige Erkrankung, die eine Behandlung nach Protokoll ausschließt
  • Schwangerschaft, Laktation
  • Non-Compliance

COPA-R-CHOP - in Rekrutierung –

Studientitel:

A prospective multicenter phase 2 study of copanlisib in combination with rituximab and CHOP chemotherapy (COPA-R-CHOP) in patients with previously untreated diffuse large B-cell lymphoma (DLBCL)

Eine prospektive multizentrische Phase-2-Studie über Copanlisib in Kombination mit Rituximab und CHOP-Chemotherapie (COPA-R-CHOP) bei Patienten mit bisher unbehandeltem diffusem großem B-Zell-Lymphom (DLBCL)

Patienten mit der Diagnose DLBCL können mit einem kombinierten Ansatz aus CHOP-Chemotherapie und dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab in etwa 65 % der Fälle geheilt werden. Dosisintensivierung der Chemotherapeutika oder Modulationen des Anti-CD20-Antikörpers können die Heilungsraten nicht weiter erhöhen, daher sind neue therapeutische Ansätze dringend erforderlich. Das primäre Ziel in Bezug auf die Sicherheit ist die Rate der Patienten mit dosisbegrenzender Toxizität während des ersten Zyklus von R-CHOP und Copanlisib. Das primäre Ziel der Wirksamkeit ist es, die zweijährige PFS (Progressions-freies Überleben) zu schätzen, die mit Copanlisib in Kombination mit R-CHOP erreicht wurde.

  • Histologisch bestätigt

a. DLBCL (NOS) oder

b. Hochgradiges B-Zell-Lymphom mit MYC und BCL2 und/oder BCL6-Rearrangements oder

c. Hochgradiges B-Zell-Lymphom (NOS)

d. Follikuläres Lymphom Grad 3B (Primär Diagnose ohne Vorgeschichte eines indolenten Lymphoms) mit einer diagnostischen Biopsie, die innerhalb von 3 Monaten vor Studieneintritt durchgeführt wurde und mit Material für die zentrale Auswertung und komplementäre wissenschaftliche Analysen

  • 18-80 Jahre alt
  • Internationaler Prognostischer Index (IPI) 2-5
  • Eastern Cooperative Oncology Group Leistungsstatus Status (ECOG) 0-2
  • Lebenserwartung von mindestens 3 Monaten

  • Vorherige Zuordnung zur Behandlung während dieser Studie. Patienten, die dauerhaft von der Teilnahme an der Studie zurückgezogen wurden, können nicht wieder in die Studie aufgenommen werden.
  • Vorherige (innerhalb von 28 Tagen oder weniger als 5 Halbwertszeiten des Medikaments vor Beginn der Studienbehandlung) oder gleichzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie mit Prüfpräparat(en).
  • Vorgeschichte oder gleichzeitiger Zustand einer interstitiellen Lungenerkrankung und/oder stark eingeschränkte Lungenfunktion (nach Beurteilung durch den Prüfarzt)
  • CMV-PCR positiv bei Studienbeginn
  • Vorherige oder gleichzeitige Anamnese von Malignomen innerhalb von 5 Jahren vor der Studienbehandlung, außer bei kurativ behandelten:

a. Zervixkarzinom in situ

b. Nicht-Melanom-Hautkrebs

c. Oberflächlicher Blasenkrebs (Ta [nicht-invasiver Tumor], Tis [Karzinom in situ] und T1 [Tumor dringt in die Lamina propria ein])

d. Lokalisierter Prostatakrebs

  • Arterielle oder venöse thrombotische oder embolische Ereignisse wie
  • zerebrovaskulärer Unfall (einschließlich transitorischer ischämische Attacken), tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie innerhalb von 3 Monaten vor Beginn der Studie Medikamente).

 


 

Alternative-C - in Rekrutierung –

Studientitel:

A Prospective Multicenter Phase 2 Study of the Chemotherapy-Free Combination of the Intravenous Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K) Inhibitor Copanlisib in Combination with Obinutuzumab in Patients with Previously Untreated Follicular Lymphoma (FL) and a High Tumor Burden

Eine prospektive, multizentrische Phase-2-Studie zur chemotherapiefreien Kombination des intravenösen Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K)-Inhibitors Copanlisib in Kombination mit Obinutuzumab bei Patienten mit zuvor unbehandeltem follikulärem Lymphom (FL) und einer hohen Tumorlast

Beim follikulären Lymphom (FL) im fortgeschrittenen Stadium wird derzeit mit der Standard- Standard-Immun-Chemotherapie einschließlich einer zweijährigen Erhaltungstherapie ein langes progressionsfreies Überleben von etwa 10 Jahren erreicht. Dennoch bleibt das FL eine unheilbare Erkrankung, und es kommt immer wieder zu Rezidiven. Neue Therapien müssen daher nicht nur auf eine weitere Steigerung der Anti-Lymphom-Aktivität abzielen, sondern auch auf eine Reduktion der behandlungsassoziierten Nebenwirkungen und Langzeittoxizitäten wie Sekundärmalignome. Copanlisib plus Obinutuzumab könnte eine äußerst attraktive chemotherapiefreie Alternative zur Standard-Immun-Chemotherapie darstellen, indem es eine hohe Anti-Lymphom-Aktivität mit einer praktischen Applikationsform kombiniert und die objektiven und subjektiven Nachteile einer zytotoxischen Standard-Chemotherapie vermeidet. Diese Studie untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit der neuen Copanlisib/Obinutuzumab-Kombination im Vergleich zu den Ergebnissen der vorangegangenen R-CHOP-Studie der GLSG-Studiengruppe. Neben dem progressionsfreien Überleben als primärem Endpunkt werden serielle Messungen der MRD (measurable residual disease) mittels PCR während der Induktion und Konsolidierung durchgeführt, um nicht nur die Anti-Lymphom-Wirksamkeit der neuen chemotherapiefreien Copanlisib/Obinutuzumab-Kombination zu bewerten, sondern auch Informationen über die Dauer und Wirkung der Erhaltungstherapie zu generieren.

  • Histologisch bestätigtes follikuläres Lymphom Grad 1, 2 oder 3A
  • Ann-Arbor-Stadium III/IV oder Stadium II, das für eine Strahlentherapie nicht geeignet ist, oder bulky disease im Stadium II
  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Keine vorherige Lymphom-Therapie
  • Notwendigkeit eines Therapiebeginns, definiert durch mindestens eines der folgenden Kriterien:
    • bulky disease bei Studieneintritt nach den GELF-Kriterien (nodale oder extranodale Masse > 7 cm im größten Durchmesser)
    • B-Symptome (Fieber, nächtliche Schweißausbrüche oder ungewollter Gewichtsverlust von > 10% des normalen Körpergewichts über einen Zeitraum von 6 Monaten oder weniger)
    • Hämatopoetische Insuffizienz (Granulozytopenie < 1500/μl, Hb < 10 g/dl, Thrombozytopenie < 100000/μl)
    • Kompressionssyndrom oder hohes Risiko für ein Kompressionssyndrom
    • Pleura-/Peritonealerguss
    • symptomatische extranodale Manifestationen
  • Mindestens eine bi-dimensional messbare Läsion (> 2 cm in der größten Ausdehnung durch CT oder MRT)
  • Leistungsstatus ≤ 2 auf der ECOG-Skala
  • Angemessene hämatologische Funktion (es sei denn, die Anomalien stehen im Zusammenhang mit einem NHL), definiert wie folgt:
    • Hämoglobin ≥ 9,0 g/dL
    • Absolute Neutrophilenzahl ≥ 1500/μl
    • Thrombozytenzahl ≥ 75000/μl
  • Frauen stillen nicht, verwenden hochwirksame Verhütungsmittel, sind nicht schwanger und stimmen zu, während der Teilnahme an der Studie und in den 18 Monaten danach nicht schwanger zu werden (bei prämenopausalen Frauen ist ein Schwangerschaftstest obligatorisch)
  • Männer erklären sich bereit, während der Studienteilnahme und in den 18 Monaten danach kein Kind zu zeugen
  • Schriftliche Einverständniserklärung

  • Transformation in ein hochgradiges Lymphom (sekundär zu "low grade" FL)
  • Follikuläres Lymphom Grad 3B
  • Vorhandensein oder Vorgeschichte einer ZNS-Erkrankung (entweder ZNS-Lymphom oder leptomeningeales Lymphom)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen eines der Studienmedikamente
  • Patienten mit einem HbA1c-Wert > 8,5 % beim Screening
  • Unkontrollierte arterielle Hypertonie trotz optimaler medizinischer Behandlung
  • Regelmäßige Einnahme von Kortikosteroiden während der letzten 4 Wochen, es sei denn, sie wurden in einer Dosis verabreicht, die < 20 mg/Tag Prednison entspricht oder als Vorbehandlung gemäß Studienprotokoll verabreicht wurde
  • Gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren und/oder Induktoren
  • Vorherige oder begleitende Malignome, außer
    • Nicht-Melanom-Hautkrebs oder adäquat behandeltes Carcinoma in situ des Gebärmutterhalses
    • andere, oben nicht aufgeführte bösartige Erkrankungen, die kurativ allein durch eine Operation behandelt wurden und von denen der Proband seit ≥ 5 Jahren ohne weitere Behandlung krankheitsfrei ist
  • Schwerwiegende Erkrankung, die eine reguläre Therapie gemäß dem Studienprotokoll beeinträchtigt:
    • Klinisch signifikante kardiovaskuläre Erkrankungen wie unkontrollierte oder symptomatische Arrhythmien, kongestive Herzinsuffizienz oder Myokardinfarkt innerhalb von 6 Monaten vor dem Screening oder eine Herzerkrankung der Klasse 3 (moderat) oder Klasse 4 (schwer) gemäß der New York Heart Association Funktionsklassifikation
    • pulmonal (z. B. chronische Lungenerkrankung mit Hypoxämie)
    • endokrin (z. B. schwerer, nicht ausreichend eingestellter Diabetes mellitus)
    • Niereninsuffizienz (sofern nicht durch das Lymphom bedingt: Kreatinin > 2x Normalwert und/oder Kreatinin-Clearance < 50 ml/min)
    • Beeinträchtigung der Leberfunktion (sofern nicht durch das Lymphom bedingt): Transaminasen > 3x Normalwert oder Bilirubin > 2,0 mg/dl (sofern nicht durch bekannten Morbus Meulengracht bedingt)
  • Positive Testergebnisse für eine chronische HBV-Infektion (definiert als positive HBsAg-Serologie) Patienten mit okkulter oder früherer HBV-Infektion (definiert als negatives HBsAg und positives Gesamt-HBcAb) können eingeschlossen werden, wenn HBV-DNA nicht nachweisbar ist, vorausgesetzt, sie sind bereit, sich monatlichen DNA-Tests zu unterziehen. Patienten, die protektive Titer von Hepatitis-B-Oberflächenantikörpern (HBsAb) nach Impfung oder früherer, aber ausgeheilter Hepatitis B haben, sind teilnahmeberechtigt.
  • Klinisch signifikante Anamnese einer Lebererkrankung, einschließlich viraler oder anderer Hepatitis oder Zirrhose
  • Bekannter seropositiver HIV-Status in der Anamnese
  • Patienten mit einer Vorgeschichte von bestätigter PML
  • Kürzlich durchgeführte größere Operation (innerhalb von 4 Wochen vor Beginn von Zyklus 1)
  • Vorgeschichte eines Schlaganfalls oder einer intrakraniellen Blutung innerhalb von 6 Monaten vor der Registrierung
  • Schwerwiegende medizinische Grunderkrankungen, die die Fähigkeit des Patienten beeinträchtigen könnten, sich der in der Studie angebotenen Behandlung zu unterziehen (z. B. laufende Infektionen, Magengeschwüre, aktive Autoimmunerkrankungen)
  • Vorherige Organ-, Knochenmark- oder periphere Blutstammzelltransplantation
  • Jede andere koexistierende medizinische oder psychologische Erkrankung, die eine Teilnahme an der Studie ausschließt oder die Fähigkeit, eine informierte Zustimmung zu geben, beeinträchtigt

 


 

ME 401-003 - in Rekrutierung –

Studientitel:

A Multicenter, Open-Label, Single-Arm, Phase 2 Study of ME-401 in Subjects with Follicular Lymphoma After Failure of Two or More Prior Systemic Therapies

Eine multizentrische, offene, einarmige Phase-2-Studie mit ME-401 bei Patienten mit follikulärem Lymphom nach Versagen von zwei oder mehr vorherigen systemischen Therapien

Das follikuläre Lymphom (FL) ist typischerweise eine langsam wachsende oder indolente Form des B-Zell-Lymphoms (Non-Hodgkin-Lymphom [NHL]). Dieser Lymphom-Subtyp macht 20 bis 30 % aller NHL-Fälle aus. Für follikuläre Lymphome wird keine Geschlechtsprävalenz gesehen, aber die Inzidenz nimmt mit dem Alter zu. Die Transformation in ein diffuses großzelliges Lymphom ist mit einem schnellen Fortschreiten der Erkrankung verbunden, einschließlich zunehmender Adenopathie, Entwicklung systemischer Symptome und Infiltration extranodaler Stellen. Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass die Rate der histologischen Transformation bei 2 bis 3 % pro Jahr liegen kann.

Dies ist eine globale, multizentrische, offene, einarmige Phase-2-Studie mit dem PI3Kδ-Inhibitor ME-401 bei Patienten mit rezidiviertem/ refraktärem FL. Ziel der Studie ist die Bewertung der objektiven Ansprechrate (ORR) von ME-401 bei rezidiviertem oder refraktärem FL, basierend auf der Lugano-Klassifikation und bestimmt durch ein Independent Response Review Committee (IRRC). ME-401 wird oral in einer Dosis von 60 mg einmal pro Tag verabreicht. Ein Behandlungszyklus hat eine Dauer von 28 Tagen. Die Behandlung mit ME-401 kann nach einem kontinuierlichen Schema (CS) oder einem intermittierenden Schema (IS) verabreicht werden. Das CS beinhaltet die tägliche Verabreichung über die gesamte Dauer eines Behandlungszyklus, bis protokolldefinierte Kriterien für die Unterbrechung oder das Absetzen der Behandlung erfüllt sind.

  • Unterzeichnete Einverständniserklärung.
  • Alter ≥18 Jahre.
  • Histologisch bestätigte Diagnose eines follikulären Lymphoms (FL) gemäß der WHO-Klassifikation, begrenzt auf Grad 1, 2 oder 3a.
  • Probanden mit rezidiviertem oder refraktärem FL, die ≥2 vorherige Therapieschemata erhalten haben. Ein vorheriges Therapieregime ist definiert als eines der folgenden: mindestens zwei Monate Einzeltherapie oder mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen Polychemotherapie, autologe Transplantation oder Radioimmuntherapie. Die vorherige Therapie muss Rituximab und einen oder mehrere alkylierende Wirkstoffe enthalten. Rezidivierte oder refraktäre Erkrankung, definiert als:

a. Rezidivierte Erkrankung: Fortschreiten der Erkrankung nach einem Ansprechen (CR oder PR) von ≥6 Monaten

b. Refraktäre Erkrankung: kein Ansprechen auf die Therapie (keine CR oder PR) oder Ansprechen über <6 Monate

  • Mindestens eine bi-dimensional messbare nodale Läsion >1,5 cm oder extranodale Läsionen >1 cm im längsten Durchmesser mittels Computertomographie (CT) gemäß der modifizierten Lugano-Klassifikation. Zuvor bestrahlte Läsionen können nur dann als Zielläsionen ausgewählt werden, wenn ein eindeutiger Nachweis einer Progression vorliegt.
  • ECOG-Leistungsstatus von 0 bis 1.
  • Adäquate hämatologische Parameter beim Screening.
  • Adäquate Nieren- und Leberfunktion gemäß lokalem Laborreferenzbereich beim Screening
  • 9QT-Intervall korrigiert nach Fridericia Formel (QTcF) ≤450 Millisekunden (msec); Probanden mit QTc >450 msec aber <480 msec können eingeschlossen werden, sofern die QTc-Verlängerung auf einen Rechtsschenkelblock (RBBB), Linksschenkelblock (LBBB) oder einen Herzschrittmacher zurückzuführen ist und von einem Kardiologen als stabil bestätigt wird.
  • Linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF) ≥ 45 %, gemessen mittels Echokardiogramm oder Multigated Acquisition Scan (MUGA). Wenn die LVEF <45% durch ECHO gemessen wird, kann eine Wiederholungsmessung innerhalb des Screening-Zeitraums durchgeführt werden.
  • Die Probanden müssen eine vorherige systemische Krebsbehandlung ≥4 Wochen (oder ≥5 mal die Halbwertszeit [t½] der verwendeten Therapeutika [einschließlich der Prüfpräparate], je nachdem, was länger ist) oder eine Strahlentherapie ≥2 Wochen vor dem Studientag 1 und ≥3 Monate vor dem Studientag 1 für Hochdosistherapien, Stammzelltransplantation und CAR-T-Zell-Therapie abgeschlossen haben.
  • Alle unerwünschten Ereignisse und Labortoxizitäten im Zusammenhang mit der vorherigen Therapie müssen vor Beginn der Studientherapie auf einen Grad ≤1 abklingen.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss ein negativer Serum-Schwangerschaftstest auf humanes Choriongonadotropin (hCG) innerhalb von 28 Tagen vor Studientag 1 und ein negatives hCG-Ergebnis am Studientag 1 vorliegen.
  • Die Probandinnen müssen zustimmen, während der klinischen Studie geeignete Verhütungsmethoden anzuwenden.
  • Der Proband ist bereit und in der Lage, alle geplanten Besuche, Behandlungspläne, Labortests und andere Studienverfahren einzuhalten.

  • Histologisch bestätigte FL Grad 3b oder transformierte Erkrankung (Beurteilung durch den Prüfarzt):

a. Histologische Bestätigung der Transformation, oder

b. Klinische und labortechnische Anzeichen: schnelle Krankheitsprogression, hoher standardisierter Uptake-Wert (>12) durch Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Studienbeginn

  • Bekannter lymphatischer Befall des zentralen Nervensystems.
  • Größerer chirurgischer Eingriff innerhalb von 4 Wochen vor dem Studientag 1.
  • Vorherige Therapie mit PI3K-Inhibitoren.
  • Jede unkontrollierte klinisch signifikante Erkrankung, einschließlich, aber nicht beschränkt auf aktive Infektionen, die eine systemische antimikrobielle Therapie erfordern, Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Lungenerkrankungen oder Autoimmunstörungen.
  • Probanden, die positiv auf Hepatitis-B-Oberflächenantigen und/oder Hepatitis-B-Core-Antikörper getestet wurden und einen positiven Hepatitis-B-PCR-Test haben; Probanden, die zuvor positiv getestet wurden und einen negativen PCR-Test hatten, sind mit einer geeigneten antiviralen Prophylaxe zugelassen.
  • Positive Hepatitis-C-Virus-Antikörper (HCV Ab); Probanden mit positivem HCV Ab sind zugelassen, wenn sie mittels PCR negativ auf HCV getestet wurden.
  • Bekannte Anamnese oder aktive HIV-Infektion.
  • Laufende oder frühere medikamenteninduzierte Pneumonitis.
  • Vorherige oder gleichzeitige Krebserkrankung, die sich in der primären Lokalisation oder Histologie vom indolenten B-Zell-NHL unterscheidet, innerhalb von 3 Jahren vor Beginn der Studienbehandlung, mit Ausnahme von kurativ behandeltem Zervixkarzinom in situ, Nicht-Melanom-Hautkrebs und oberflächlichen Blasentumoren.
  • Anamnese klinisch signifikanter kardiovaskulärer Anomalien wie z.B. kongestive Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt innerhalb von 6 Monaten vor Studienbeginn.
  • Vorgeschichte klinisch signifikanter gastrointestinaler (GI) Erkrankungen, insbesondere:

a. Bekannte GI-Beschwerden, die das Schlucken oder die orale Absorption oder Verträglichkeit des Studienmedikaments beeinträchtigen würden

b. Vorbestehendes Malabsorptionssyndrom oder andere klinische Situation, die die orale Absorption beeinträchtigen würde

  • Frauen, die schwanger sind; Frauen, die planen, während der Studienbehandlung bis 90 Tage nach Beendigung der Behandlung zu stillen.
  • Psychiatrische Erkrankungen/soziale Situationen, die die Studientreue beeinträchtigen würden.

 


 

OLYMP-1 - in Rekrutierung –

Studientitel:

OBINUTUZUMAB in MARGINAL ZONE LYMPHOMA

Für das Marginalzonenlymphom (MZL) wird verbreitet Rituximab in Kombination mit konventioneller Chemotherapie bei Patienten eingesetzt. In Abhängigkeit des MZL-Subtyps ist Rituximab/ Chemotherapie in der Lage, zum Teil lange Remissionen zu induzieren, verhindert aber in der Regel kein Rezidiv. Darüber hinaus ist die Chemotherapie-assoziierte Toxizität oftmals problematisch bei MZL-Patienten, die meist höheren Alters sind. Daher sind chemotherapiefreie Therapiekonzepte für diese Patientengruppe sehr attraktiv. Eine Rituximab Monotherapie ist ein weit verbreiteter chemotherapiefreier Ansatz in der Behandlung des MZL, war jedoch nach den Ergebnissen einer großen randomisierten prospektiven klinischen Studie bei therapienaiven Patienten mit MZL vom MALT-Typ mit einer CR-Rate von 56% vs. 80% im Vergleich zu einer Rituximab/ Chlorambucil Kombinationsbehandlung signifikant schlechter (P < 0,001). Folglich ist das Hauptziel, chemotherapiefreie Ansätze für MZL-Patienten zu entwickeln, die einerseits die Wirksamkeit von Rituximab/ Chemotherapie-Kombinationen erreichen, andererseits aber Chemotherapie-assoziierte Toxizitäten vermeiden. Der Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zeigte eine bemerkenswerte Aktivität beim follikulären Lymphom und eine Überlegenheit gegenüber Rituximab in Kombination mit einer Chemotherapie bei nicht vorbehandelten (Gallium-Studie) und Rituximab-refraktären follikulären Lymphomen (Gadolin-Studie) sowie bei CLL in Kombination mit Chlorambucil.

Ziel dieser einarmigen, multizentrischen, offenen Studie ist es, die Wirksamkeit und Toxizität der Erstlinientherapie mit dem Einzelwirkstoff Obinutuzumab bei Patienten mit behandlungsbedürftigem MZL zu prüfen, bei denen eine lokale Therapie versagt hat oder nicht in Frage kommt.

  • Bestätigtes CD20-positives de novo MALT-Lymphom, das nach einer lokalen Therapie behandlungsbedürftig ist oder für eine solche nicht in Frage kommt (einschließlich Operation, Strahlentherapie und Antibiotika, z. B. bei H. pylori-positiven Magenlymphomen, die an einer beliebigen extranodalen Stelle entstanden sind)

ODER

Bestätigter CD20-positiver de novo Milz-MZL, der nach einer lokalen Therapie behandlungsbedürftig ist oder für eine solche nicht in Frage kommt (einschließlich Operation und antiviraler Therapie bei Hepatitis-C-Virus)

ODER

Bestätigter CD20-positiver de novo nodaler MZL, der nach einer lokalen Therapie (Strahlentherapie) behandlungsbedürftig ist oder für eine solche nicht in Frage kommt

  • mindestens eine zweidimensional messbare Läsion (≥ 1,5 cm in ihrer größten Abmessung mittels CT oder MRT). Für eine vergrößerte Leber, die den einzigen messbaren Krankheitsparameter darstellt, ist eine Leberbiopsie erforderlich, um den Nachweis eines NHL in der Leber nachzuweisen
  • Alter ≥18 Jahre
  • Lebenserwartung über 3 Monate.
  • Baseline Thrombozytenzahl ≥50 x109/L (falls nicht auf KM-Infiltration durch das Lymphom zurückzuführen), absolute Neutrophilenzahl ≥0.75x109/L.
  • Gesamtbilirubin: ≤ 20 mg/L oder < 2 x oberhalb des Normalwertes des jeweiligen teilnehmenden Zentrums, es sei denn Lymphom-assoziiert (oder auf das Gilbert-Syndrom zurückzuführen)
  • Serumkreatinin ≤ 2mg/dl
  • Negative HIV Serologie
  • Negatives β-HCG. Nur für Frauen im gebärfähigen Alter; Serum oder Urin β-HCG muss während des Screenings und bei Studieneinschluss negativ sein

  • ECOG-Leistungsstatus >2
  • Anamnese einer malignen Erkrankung mit Ausnahme der folgenden: adäquat behandeltes lokales Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom der Haut, Zervixkarzinom in situ, oberflächliches Blasenkarzinom, asymptomatisches Prostatakarzinom ohne bekannte metastatische Erkrankung und ohne Therapiebedarf oder nur mit Hormontherapie und mit normalem prostataspezifischem Antigen seit ≥1 Jahr vor Studienaufnahme, andere Krebserkrankungen im Stadium 1 oder 2, die mit kurativer Absicht behandelt wurden und sich derzeit in vollständiger Remission befinden, seit ≥3 Jahren.
  • Lymphom des zentralen Nervensystems, leptomeningeales Lymphom oder histologischer Nachweis einer Transformation in ein hochgradiges oder diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom.
  • Laufende immunsuppressive Therapie einschließlich Kortikosteroiden (Ausnahme < 4 Wochen in einer Dosis von ≤ 40 mg/Tag Prednison ist erlaubt)
  • Nachweis einer laufenden systemischen bakteriellen, pilzartigen oder viralen Infektion zum Zeitpunkt der Studienaufnahme (C1 Tag 1, definiert als die erste Dosis von Obinutuzumab)
  • Anhaltende medikamenteninduzierte Leberschädigung, chronisch aktive Hepatitis B (HBV), alkoholische Lebererkrankung, nicht-alkoholische Steatohepatitis, primär biliäre Cholangitis, extrahepatische Obstruktion durch Cholelithiasis, Leberzirrhose oder portale Hypertension.
  • Anhaltende Alkohol- oder Drogenabhängigkeit

 


 

ECWM-2 - in Rekrutierung –

Studientitel:

Efficacy of first line Bortezomib, Rituximab, Ibrutinib (B-RI) for patients with treatment naive Waldenström’s Macroglobulinemia

Wirksamkeit der Erstlinienbehandlung mit Bortezomib, Rituximab, Ibrutinib (B-RI) bei Patienten mit unbehandeltem Morbus Waldenström

Bei Morbus Waldenström (MW) induziert die konventionelle Chemotherapie im Vergleich zu anderen indolenten Lymphomen nur geringe komplette Remissions- (CR)-Raten und kurze Ansprechzeiten. Daher sind innovative Ansätze gefragt, die eine exzellente Aktivität und Verträglichkeit bei Patienten mit MW, die meist im fortgeschrittenen Alter sind, kombinieren. Die Immunchemotherapie DRC (Dexamethason, Rituximab, Cyclophosphamid) erwies sich bei Patienten mit MW als hochwirksam ohne größere hämatologische Toxizitäten. Auf der anderen Seite zeigte der Proteasom-Inhibitor Bortezomib eine erhebliche Aktivität als einzelner Wirkstoff im MW mit nur sehr wenigen Nebenwirkungen, wenn er wöchentlich verabreicht wird. Jüngste Daten bestätigen eine hohe Aktivität mit geringer Toxizität für Ibrutinib bei rezidivierten MW-Patienten als Monotherapie. Basierend auf diesen Beobachtungen ist es das Ziel dieser Studie, die Wirksamkeit und Toxizität der chemotherapiefreien Kombination Bortezomib, Rituximab, Ibrutinib (B-RI) in der Erstbehandlung von Morbus Waldenström-Patienten zu untersuchen.

  • Klinisch-pathologische Diagnose des MW nach Definition des „Consensus-Panels 1“ des Zweiten Internationalen MW-Workshops durch einen Referenzpathologen.
  • Patienten müssen mindestens eines der folgenden Kriterien zur Einleitung der Behandlung gemäß der Konsensusempfehlung des 2. MW-Workshop erfüllen:

a) Rezidivierendes Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Müdigkeit (mindestens ein Symptom)

b) Hyperviskosität

c) Symptomatische oder „bulk“ (≥ 5 cm maximaler Durchmesser) Lymphadenopathie

d) Symptomatische Hepatomegalie und/oder Splenomegalie

e) Symptomatische Organomegalie und/oder Organ- oder Gewebeinfiltration

f) Periphere Neuropathie aufgrund des MW

g) Symptomatische Kryoglobulinämie

h) Kälteagglutinin-Anämie

i) IgM-abhängige immunhämolytische Anämie und/oder Thrombozytopenie

j) Nephropathie aufgrund von MW

k) Amyloidose aufgrund von MW

l) Hämoglobin ≤ 10g/dL

m) Thrombozyten < 100 x 109/L

n) Monoklonales Serumprotein > 5g/dl, auch ohne offenkundige klinische Symptome

o) Niedrige oder nicht vorhandene IgG Serum-Level

  • ECOG 0 bis 2
  • Alter ≥18 Jahre
  • Lebenserwartung über 3 Monate.
  • Thrombozyten vor Ersttherapie ≥ 100 x 109/L, sofern nicht durch die Knochenmarkinfiltration des Lymphoms verursacht, unabhängig von Transfusionen

Neutrophile absolut ≥ 1 x 109/L unabhängig vom Wachstumsfaktor

  • Vorherige systemische Behandlung des MW (Plasmapherese und kurzzeitige Gabe von Kortikosteroiden < 6 Wochen verabreicht in Dosen entsprechend ≤ 20 mg pro Tag, Prednison ist erlaubt)
  • Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Bortezomib
  • Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Rituximab
  • Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Ibrutinib
  • Schwerwiegende medizinische oder psychiatrische Erkrankung, die die Teilnahme an dieser klinischen Prüfung beeinträchtigen kann
  • Unkontrollierte Virusinfektion
  • Bekannte HIV-Erkrankung (Humanes Immundefizienz-Virus) oder aktive Hepatitis C oder aktive Hepatitis B Infektion oder jede unkontrollierte aktive systemische Infektion, die eine intravenöse (iv) Antibiotikatherapie erfordert
  • Angeborene oder erworbene schwere Immunschwäche, die nicht auf ein Lymphom zurückzuführen ist (klinisches Erscheinungsbild: wiederkehrende Infektionen, Notwendigkeit einer Immunglobulin-Substitutionstherapie, Patienten nach Transplantation)
  • Bekannte interstitielle Lungenerkrankung
  • Vorherige allergische Reaktion oder schwerwiegende anaphylaktische Reaktion im Zusammenhang mit humanisierten oder murinen monoklonalen Antikörpern
  • ZNS-Befall durch das Lymphom
  • Vorherige maligne Erkrankungen, es sei denn der Patient ist seit ≥ 5 Jahren krankheitsfrei

20180117 - in Rekrutierung -

Studientitel:

An Open-label, Phase 2 Study Treating Subjects with First or Second Relapse of Multiple Myeloma with Carfilzomib, Pomalidomide, and Dexamethasone (KPd)

Eine offene Phase-2-Studie zur Behandlung von Patienten mit einem ersten oder zweiten Rezidiv des Multiplen Myeloms mit Carfilzomib, Pomalidomid und Dexamethason (KPd)

Das Multiple Myelom, eine klonale neoplastische Proliferation von Plasmazellen, ist die zweithäufigste häufigste hämatologische Malignität mit einer weltweiten Inzidenz von ca. 140.000 im Jahr 2016. Das Multiple Myelom macht zwar weniger als 1 % aller Krebsdiagnosen aus, trägt aber zu einer erheblichen Krankheitslast mit über 2 Millionen durch Behinderungen beeinträchtigten Lebensjahren bei. Obwohl die jüngsten therapeutischen Fortschritte die Überlebenszeit verlängert und die Sterblichkeitsraten gesenkt haben, ist das Multiple Myelom immer noch eine tödliche Erkrankung mit fast 100.000 jährlichen Todesfällen weltweit (ca. 1 % der Krebstodesfälle). Das Multiple Myelom ist charakterisiert durch ein wiederkehrendes Muster von Remission und Rezidiv, wobei alle Patienten schließlich ein Rezidiv erleiden. Das Multiple Myelom ist eine Erkrankung älterer Erwachsener, mit einem medianen Alter bei Diagnose von 69 Jahren. Bei dieser unheilbaren systemischen Erkrankung ist eine Chemotherapie mit oder ohne autologe Stammzelltransplantation für die Behandlung des aktiven Myeloms indiziert.

Diese offene Phase-2-Studie soll die Wirksamkeit eines Carfilzomib-basierten Tripletts beim ersten oder zweiten Rezidiv des Multiplen Myeloms bei Probanden abschätzen, die refraktär gegenüber Lenalidomid und der Behandlung mit Daratumumab sind. Ungefähr 85 Probanden werden in die Studie aufgenommen. Die Probanden können bis zur Progression behandelt werden.

Der Krankheitsstatus des Myeloms wird lokal auf Ansprechen und Fortschreiten gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) alle 28 ± 7 Tage vom ersten Tag des Zyklus bis zum bestätigten Fortschreiten der Erkrankung (PD), Tod, Verlust der Nachbeobachtung oder Rücknahme der vollständigen Einwilligung (je nachdem, was zuerst eintritt) überwacht, unabhängig von der Zyklusdauer, Dosisverschiebungen oder dem Abbruch der Behandlung.  Bei Probanden mit einem vermuteten kompletten Ansprechen (CR) oder besser wird eine Knochenmarkuntersuchung zur Bestimmung der minimalen Resterkrankung (MRD) 12 und 24 Monate (± 4 Wochen) nach Behandlungsbeginn durchgeführt (es sei denn, eine MRD-Bestimmung wurde innerhalb von 4 Monaten vor der geplanten Untersuchung durchgeführt).

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Erstes oder zweites Rezidiv des Multiplen Myeloms nach den Kriterien der International Myeloma Working Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) (Probanden, die auf die letzte Therapielinie refraktär sind, ausgenommen Carfilzomib, sind teilnahmeberechtigt)
  • Refraktär gegenüber Lenalidomid
  • Messbare Erkrankung mit mindestens 1 der folgenden Kriterien, die innerhalb von 28 Tagen vor der Aufnahme in die Studie:
    • Multiples IgG-Myelom: Serumspiegel an monoklonalem Protein (M-Protein) 1,0 g/dL
    • IgA-, IgD-, IgE-Multiples Myelom: Serum-M-Protein-Spiegel 0,5 g/dL
    • Urin M-Protein 200 mg pro 24 Stunden
    • bei Patienten ohne messbares Serum- oder Urin-M-Protein, serumfreie leichte Kette (SFLC) 100 mg/L (involvierte leichte Kette) und ein abnormales Serum kappa lambda-Verhältnis
  • Muss mindestens ein partielles Ansprechen (PR) auf mindestens 1 Linie der vorherigen Therapie haben
  • Eine vorherige Therapie mit PI ist erlaubt. Proband, der eine vorherige Carfilzomib-Therapie erhalten hat, muss mindestens einen PR erreicht haben, wurde nicht aufgrund von Toxizität abgesetzt, hat keinen Rückfall erlitten 60 Tage nach Absetzen von Carfilzomib und muss mindestens ein 6-monatiges Carfilzomib-freies Intervall nach der letzten Carfilzomib-Dosis haben.
  • Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) Performance Status (PS) von 0 bis 2

  • Primär refraktäres Multiples Myelom
  • Waldenström-Makroglobulinämie
  • Multiples Myelom vom IgM-Subtyp
  • POEMS-Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonale
  • Eiweiß, und Hautveränderungen)
  • Plasmazellleukämie (>2,0 × 109/L zirkulierende Plasmazellen im Differentialblutbild). Wenn
  • automatische Differentialdiagnose ≥ 20 andere Zellen anzeigt, manuelle Differentialdiagnose zur Identifizierung
  • Primäre Amyloidose (Patienten mit multiplem Myelom mit asymptomatischer Ablagerung von Amyloid-Plaques, die in der Biopsie gefunden wurden, sind teilnahmeberechtigt, wenn alle anderen Kriterien erfüllt sind)
  • Vorherige Diagnose einer Amyloidose in Verbindung mit einem Myelom
  • Myelodysplastisches Syndrom
  • Toxizität, die ein Absetzen der Lenalidomid-Therapie erfordert
  • Vorherige Behandlung mit Pomalidomid

 


 

INCB 01158-206 - in Rekrutierung -

Studientitel:

A Randomized Open-Label Phase 1/2 Study of INCB001158 Combined With Subcutaneous (SC) Daratumumab, Compared to Daratumumab SC, in Participants With Relapsed or Refractory Multiple Myeloma

Eine randomisierte, offene Phase-1/2-Studie mit INCB001158 in Kombination mit subkutanem (SC) Daratumumab im Vergleich zu Daratumumab SC bei Teilnehmern mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom

Das Multiple Myelom (MM) ist die zweithäufigste Form von Blutkrebs. Trotz jüngster Entwicklungen neuartiger Therapeutika bleibt das Management des MM eine Herausforderung, da Rezidive und Fortschreiten der Erkrankung auch nach vollständiger Remission auftreten. Diese werden häufig in Verbindung mit genetischen Veränderungen und Resistenzen beobachtet, was zu einer allmählich kürzeren Dauer des Ansprechens führt.  Die Mikroumgebung des Knochenmarks spielt eine entscheidende Rolle bei der Pathogenese des MM und der progressiven Immundysfunktion. Das entzündliche Milieu im Knochenmark von MM-Patienten fördert das Wachstum von immunsuppressiven Zellen. Diese Immunsuppressorzellen sind an der "Immun-Escape" beteiligt, die das Fortschreiten des Myeloms über eine Reihe verschiedener Mechanismen begünstigt, darunter die Förderung der Angiogenese, der Chemoresistenz und der Immunsuppression in der Mikroumgebung des Knochenmarks. INCB001158 ist ein oral verabreichbares kleines Molekül, das sich als potenter und selektiver Inhibitor der Arginase erwiesen hat. Nach Stimulation durch Faktoren innerhalb der Tumormikroumgebung wird Arginase in die Tumormikroumgebung freigesetzt, was zu einer erheblichen lokalen Verarmung an der Aminosäure Arginin führt. Arginin ist ein Schlüsselfaktor für die Proliferation von T-Zellen und NK-Zellen und erhöht das Überleben von Effektor-T-Zellen sowie deren Antitumoraktivität. Diese Studie wird die Sicherheit und Wirksamkeit von INCB001158 in Kombination mit Daratumumab SC bei Teilnehmern mit rezidiviertem oder refraktärem MM untersuchen, basierend auf der Hypothese, dass INCB001158 in Kombination mit Daratumumab SC die Responseraten im Vergleich zu Daratumumab SC allein verbessern wird. Sie besteht aus zwei Teilen: 1) einer Phase-1-Dosis-Eskalation zur Festlegung der empfohlenen Phase-2-Dosis (RP2D) von INCB001158 in Kombination mit Daratumumab SC und 2) einer Phase-2-Erweiterung zur Bewertung des klinischen Nutzens der RP2D von INCB001158 in Kombination mit Daratumumab SC im Vergleich zu Daratumumab SC allein oder als Monotherapie.

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Vorherige Diagnose von MM gemäß den IMWG-Diagnosekriterien
  • Hat eine messbare Erkrankung zum Zeitpunkt des Screenings, wie durch Folgendes definiert:
    • Serum-M-Proteinspiegel ≥ 1,0 g/dL, oder
    • Urin-M-Protein-Spiegel ≥ 200 mg/24 Stunden, oder
    • Serum Ig FLC ≥ 10 mg/dL und abnormales Serum Ig kappa zu lambda FLC Verhältnis.
  • Hat mindestens 3 vorherige Therapielinien (einschließlich PI, IMiD und Anti-CD38-Therapien), aber nicht mehr als 5 vorherige Linien der MM-Behandlung erhalten.

a. Hat die letzte Dosis der vorherigen Anti-CD38-Therapie mindestens 3 Monate vor Beginn der Studienbehandlung erhalten.

b. Hat ein Ansprechen (MR oder besser), basierend auf der Bewertung des Ansprechens durch den Prüfarzt nach IMWG-Kriterien, auf die vorherige Anti-CD38-Therapie erreicht.

c. Hat einen dokumentierten Nachweis von PD gemäß den IMWG-Kriterien bei oder nach der letzten Behandlung.

  • ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group ) Status von 0 oder 1

  • Erhalt einer der folgenden Behandlungen innerhalb des angegebenen Intervalls vor der ersten Verabreichung des Studienmedikaments:

a. Anti-Myelom-Behandlung innerhalb von 2 Wochen oder 5 Halbwertszeiten (je nachdem, was länger ist). -Ausnahmen: Das Absetzen einer Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie ist NICHT erforderlich.

b. Prüfpräparat (einschließlich Prüfimpfstoffe) oder invasives medizinisches Prüfgerät innerhalb von 4 Wochen.

c. Autologe Stammzelltransplantation innerhalb von 12 Wochen oder allogene Stammzelltransplantation zu einem beliebigen Zeitpunkt.

d. Plasmapherese innerhalb von 4 Wochen.

e. Strahlentherapie innerhalb von 2 Wochen.

f. Größere chirurgische Eingriffe innerhalb von 2 Wochen oder unzureichende Erholung von einem früheren chirurgischen Eingriff oder ein geplanter chirurgischer Eingriff während des Zeitraums, in dem der Teilnehmer voraussichtlich an der Studie teilnehmen wird, oder innerhalb von 2 Wochen nach der letzten Dosis der Studienbehandlung.

  • Toxizität ≥ Grad 2 von einer früheren Anti-Myelom-Therapie, mit Ausnahme von stabilen chronischen Toxizitäten (≤ Grad 2) wie z. B. eine stabile periphere Neuropathie vom Grad 2.
  • Bekannte zusätzliche bösartige Erkrankung (außer MM), die fortschreitet oder eine aktive Behandlung erfordert, oder eine Vorgeschichte mit einer anderen bösartigen Erkrankung innerhalb von 2 Jahren vor Studienbeginn, mit Ausnahme von geheiltem Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom der Haut, oberflächlichem Blasenkrebs, intraepithelialem Prostataneoplasma, Carcinoma in situ des Gebärmutterhalses oder anderen nicht-invasiven oder indolenten bösartigen Erkrankungen oder Krebserkrankungen, von denen der Teilnehmer nach einer Behandlung mit kurativer Absicht seit > 1 Jahr krankheitsfrei ist.
  • Bekannte meningeale Beteiligung des MM.

67856633LYM1001 - in Rekrutierung –

Studientitel:

A Phase 1, First-in-Human, Open-Label Study of the Safety, Pharmacokinetics, and Pharmacodynamics of JNJ-67856633, an Inhibitor of MALT1, in Participants With NHL and CLL

Eine offene, First-in-Human Phase-I-Studie zur Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von JNJ-67856633, einem Inhibitor von MALT1, bei Teilnehmern mit NHL und CLL

Zusammenfassung

Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) repräsentiert eine vielfältige Gruppe von Erkrankungen. Unter ihnen stellt das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) den häufigsten Subtyp des NHL dar und macht 30 bis 40 % aller neu diagnostizierten Fälle aus. MALT1 (Mucosa-associated lymphoid tissue lymphoma translocation protein 1) ist ein Schlüsselmediator des Nuclear Factor Kappa-Light-Chain-Enhancer of Activated B Cells (NF-kappaB)-Signalwegs und spielt nachweislich eine entscheidende Rolle bei verschiedenen Lymphomtypen, einschließlich des ABC-Subtyps (activated B cell-like) des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL).

JNJ-67856633 ist ein MALT1-Inhibitor und wird oral verabreicht. Die Studie wird Folgendes untersuchen: Dosis-Eskalation (Teil 1): Eine oder mehrere empfohlene Phase-2-Dosen (RP2Ds) von JNJ-67856633. Kohortenerweiterung (Teil 2): JNJ-67856633 ist gut verträglich und erzielt Antitumor-Antworten bei der RP2D. Die Studie besteht aus einer Screening-Phase (weniger als oder gleich 28 Tage vor der ersten Dosis), einer Behandlungsphase (von Zyklus 1 Tag 1 bis zum Ende der Behandlung [innerhalb von 30 (+7) Tagen nach der letzten Dosis]) und einer Nachbehandlungsphase. Eine Vorscreening-Phase kann auch für Teilnehmer ausgewählter Kohorten in Teil 2 gelten. Die Gesamtdauer der Studie wird etwa 3 Jahre betragen. Die Wirksamkeitsuntersuchungen umfassen u.a. Röntgenaufnahmen, Positronen-Emissions-Tomographie-Scans, Knochenmarkuntersuchungen, Endoskopie oder Koloskopie.

(Haupt-)Einschlusskriterien

  • Alter: ≥18 Jahre
  • Alle Teilnehmer müssen eine rezidivierte oder refraktäre Erkrankung haben. Krankheitsspezifischen Kriterien sind dem Protokoll zu entnehmen.
  • Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) Performance-Status-Grad von 0 oder 1
  • Kardiale Parameter innerhalb des folgenden Bereichs: Korrigiertes QT-Intervall (QTc-Intervalle korrigiert mit der Fridericia-Formel [QTcF]) ≤480 Millisekunden basierend auf dem Durchschnitt von dreifachen Messungen, die nicht mehr als 5 Minuten auseinanderliegen (plus minus [+-]3 Minuten)

(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • Bekannte aktive Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) für Dosis-Eskalations- und spezifische Expansions-Kohorten, wie vom Studien-Auswertungsteam festgelegt
  • Frühere Organ-Transplantation
  • a) Eine autologe Stammzelltransplantation ≤3 Monate vor der ersten Dosis des Studienmedikaments. b) Eine vorherige Behandlung mit einer allogenen Stammzelltransplantation ≤6 Monate vor der ersten Dosis des Studienmedikaments, mit Anzeichen einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion oder mit einer immunsuppressiven Therapie
  • Vorgeschichte einer bösartigen Erkrankung (außer der untersuchten Erkrankung in der Kohorte, der der Teilnehmer zugewiesen ist) innerhalb von 1 Jahr vor der ersten Verabreichung des Studienmedikaments. Ausnahmen sind Plattenepithel- und Basalzellkarzinome der Haut und Carcinoma in situ des Gebärmutterhalses oder ein Malignom, das nach Meinung des Prüfarztes in Übereinstimmung mit dem medizinischen Monitor des Sponsors innerhalb von 1 Jahr vor der ersten Verabreichung des Studienmedikaments als geheilt mit minimalem Risiko eines Wiederauftretens gilt. Begleitende maligne Erkrankungen, bei denen ein Fortschreiten der Erkrankung unwahrscheinlich ist und/oder die die Auswertung der Studienendpunkte ausschließen, können nach Absprache mit dem verantwortlichen Arzt der Studie zugelassen werden
  • Frühere Behandlung mit einem MALT1-Inhibitor

 


 

CC-220-NHL-001 - in Rekrutierung –

Studientitel:

A Phase 1/2, Multicenter, Open-label Study to Assess Safety, Pharmacokinetics, and Preliminary Efficacy of Iberdomide (CC-220), Alone and in Combination with anti-CD20 in Subjects with Relapsed or Refractory Lymphomas

Eine multizentrische Open-Label-Studie der Phase I/II zur Beurteilung der Sicherheit, Pharmakokinetik und vorläufigen Wirksamkeit von CC-220 als Monotherapie und in Kombination mit einem monoklonalen CD20-Antikörper bei Studienteilnehmern mit einem rezidivierenden oder refraktären Lymphom

Zusammenfassung

Lymphome stellen ein breites Spektrum von Neoplasmen dar, die sich von normalen lymphoiden Zellen ableiten und in Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) und Hodgkin-Lymphome (HL) unterteilt werden. Das Non-Hodgkin-Lymphom ist die häufigste hämatologische Malignität. Das klassische Hodgkin-Lymphom (cHL) ist ein B-Zell-Neoplasma, das 95 % aller Fälle von HL ausmacht. Die Epidemiologie ist durch eine bimodale Alterskurve mit einem Peak in der dritten Dekade und einem zweiten nach 60 Jahren gekennzeichnet. Die meisten Patienten präsentieren sich bei der Diagnose mit einmaligen oder häufiger mit multiplen oberflächlichen oder tiefgehenden Lymphadenopathien, mit oder ohne systemische Symptome. Da das Lymphom jedoch jedes Organ befallen kann, sind viele andere Präsentationen möglich. Die Prognose und das anfängliche Management sind subtypspezifisch. Trotz der Fortschritte bei den Behandlungsergebnissen für Lymphome aller Subtypen erleidet ein hoher Prozentsatz der Patienten einen oder mehrere Rückfälle und/oder wird refraktär gegenüber der Standardbehandlung. In dieser Situation bleibt das Lymphom meist unheilbar und die Mehrheit der Patienten wird anschließend an ihrer Krankheit sterben. Daher sind neue Behandlungen oder Ansätze dringend erforderlich.

Diese multizentrische Open-Label-Studie der Phase I/II dient der Beurteilung von CC-220 als Monotherapie sowie in Kombination mit einem monoklonalen Antikörper gegen das Oberflächenantigen CD20 (Rituximab oder Obinutuzumab) bei Studienteilnehmern mit einem R/R Lymphom. Die Studienteilnehmer müssen zuvor mindestens 2 Therapielinien erhalten haben und mindestens 1 messbare Läsion gemäß der Lugano-Klassifikation (2014) aufweisen.

Teil 1 der Studie umfasst 3 parallele Kohorten. Kohorte A: jedes Lymphom mit CC-220-Monotherapie; Kohorte B: alle B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) in Kombination mit Rituximab; Kohorte C: follikuläres Lymphom (FL) und Randzonenlymphom (marginal zone lymphoma, [MZL]) in Kombination mit Obinutuzumab.

Teil 2 der Studie umfasst 3 (plus 1 optionale) Kohorten. Kohorte E: aggressives B-Zell-Lymphom in Kombination mit Rituximab; Kohorte F: FL und MZL in Kombination mit Rituximab; Kohorte G: FL und MZL in Kombination mit Obinutuzumab. Kohorte D ist eine optionale Kohorte, bei der CC-220 als Monotherapie Studienteilnehmern mit anderen Lymphomsubtypen verabreicht wird.

(Haupt-)Einschlusskriterien

  • ​​​​​​Ist zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einwilligungserklärung (ICF) ≥ 18 Jahre alt.
  • Ist mit der Entnahme von formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) archiviertem Tumorgewebe einverstanden
  • Hat eine histologisch bestätigte (per lokaler Auswertung) Diagnose eines Lymphoms gemäß der 2016 WHO-Klassifikation einschließlich:

    a. Kohorte A und Kohorte D: alle Subtypen einschließlich B-Zell-, T-Zell- und NK-Zell-NHL und cHL.
    b. Kohorte B: alle B-Zell-NHL.
    c. Kohorte E: aggressive B-Zell-Lymphome, einschließlich DLBCL NOS, hochgradige B-Zell Lymphom, mit MYC und BCL2- und/oder BCL6-Rearrangements, Grad 3b FL und PMBCL.
    d. Kohorten C, F und G: FL Grad 1 bis 3a und MZL einschließlich extranodalem Marginalzonen Lymphom (ENMZL) des Mukosa-assoziierten lymphatischen Gewebes (MALT-Lymphom), nodales Marginalzonen-Lymphom (NMZL) und Milz-Marginalzonen-Lymphom (SMZL).

  • Rezidivierte oder refraktäre Erkrankung gemäß den folgenden Definitionen:

    a. Aggressives B-Zell-Lymphom: nach mindestens 2 vorherigen Therapielinien einschließlich R-CHOP-ähnliches Regime ODER nach 1 vorangegangenen Linie der Standardtherapie und nicht geeignet für ASCT.
    b. FL und MZL: nach mindestens 2 vorangegangenen systemischen Therapielinien (bei vorheriger mindestens 1 Anti-CD20-mAb und 1 Alkylierungsmittel) und behandlungsbedürftig; eine lokale Strahlentherapie für ein begrenztes Krankheitsstadium gilt nicht als vorherige Therapielinie. Hinweis: Bei SMZL wird die Splenektomie als 1 Linie betrachtet; bei ENMZL, Helicobacter pylori-Eradikation gilt nicht als vorherige Linie.
    c. MCL: nach mindestens 2 vorherigen Therapielinien, einschließlich mindestens 1 Immunchemotherapie und 1 BTK-Inhibitor.
    d. PTCL: nach mindestens 2 vorangegangenen Therapielinien ODER nach 1 vorangegangenen Linie der Standard-Therapie und keine andere zugelassene Therapie.
    e. cHL: nach mindestens 2 vorangegangenen systemischen Therapielinien und vorheriger Behandlung mit Brentuximab Vedotin und Anti-PD1.
    f. Alle anderen Subtypen: nach mindestens 2 vorangegangenen Therapielinien.
    g. Probanden, die zuvor mit einer CAR-T-Therapie behandelt wurden, können eingeschlossen werden (unabhängig von der Indikation). 
    h.Es muss eine messbare Erkrankung vorliegen, definiert durch mindestens 1 Fluordesoxyglukose (FDG)-avide Läsion für den FDG-aviden Subtyp und 1 bi-dimensional messbare (> 1,5 cm im längsten Durchmesser) durch Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRI), gemäß der Definition der Lugano-Klassifikation (Cheson, 2014). Ort der messbaren Erkrankung darf nicht zuvor bestrahlt worden sein.

  • Hat einen Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) Leistungsstatus von 0, 1 oder 2.
  • Muss die folgenden Laborwerte aufweisen:

    a. Absolute Neutrophilenzahl (ANC) ≥ 1,5 x 109/L oder ≥ 1,0 x 109/L im Falle einer dokumentierter Knochenmarksbeteiligung (> 50% oder Tumorzellen).
    b. Hämoglobin (Hb) ≥ 8 g/dL.
    c. Thrombozyten (Plt) ≥ 75 x 109/L oder ≥ 50 x 109/L im Falle einer dokumentierten Knochenmark Beteiligung (> 50% oder Tumorzellen), ohne Transfusion für 7 Tage.
    d. Aspartat-Aminotransferase / Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (AST/SGOT) und Alanin-Aminotransferase / Serum-Glutamat-Brenztraubentransaminase (ALT/SGPT) ≤ 2,5 x ULN.
    e. Serum-Gesamtbilirubin ≤ 1,5 ULN, außer in Fällen des Gilbert-Syndroms, dann ≤ 3,0 ULN.
    f. Geschätzte Serum-Kreatinin-Clearance von ≥ 50 mL/min

(Haupt-)Ausschlusskriterien

  • Jeder signifikante medizinische Zustand, jede Laboranomalie oder psychiatrische Erkrankung, die den Probanden von der Teilnahme an der Studie ausschließen würden.
  • Jeder Zustand, einschließlich des Vorhandenseins von Laboranomalien, der den Probanden einem inakzeptablen Risiko aussetzt, wenn er/sie an der Studie teilnehmen würde.
  • Jeder Zustand, der die Fähigkeit, Daten aus der Studie zu interpretieren, beeinträchtigt.
  • Lebenserwartung ≤ 3 Monate.
  • Diagnose eines lymphoblastischen Lymphoms.
  • Aggressives Lymphom-Rezidiv, das eine sofortige zytoreduktive Therapie zur Vermeidung potenziell lebensbedrohliche Folgen (z. B. aufgrund der Lage des Tumors).
  • Vorherige infusionsbedingte Reaktion vom Grad 3 oder 4 mit Rituximab (für Kohorten B, E und F) oder Obinutuzumab (für die Kohorten C und G).
  • Vorherige systemische Krebsbehandlung, CAR-T oder eine T-Zell-gerichtete Behandlung (zugelassen oder Prüfpräparat), ≤ 5 Halbwertszeiten oder 4 Wochen vor Beginn von CC-220, je nachdem, was kürzer ist.
  • Vorherige Therapie mit einem zerebral modulierenden Medikament (z. B. Lenalidomid oder Avadomid) ≤ 4 Wochen vor dem Beginn von CC-220.
  • Vorherige Therapie mit dem Cereblon-modulierenden Medikament CC-99282.
  • Aktuelle Behandlung mit einem starken CYP3A4/5-Modulator (auch innerhalb von 2 Wochen vor der Dosierung).
  • Chronische systemische immunosuppressive Therapie oder Kortikosteroide (z.B. Prednison oder Äquivalent von nicht mehr als 10 mg pro Tag innerhalb der letzten 14 Tage); stabile Anwendung von inhalativen oder topischen Kortikosteroiden ist erlaubt.
  • Vorherige ASCT ≤ 3 Monate vor Beginn von CC-220 oder > 3 Monate UND mit ungelösten, Grad > 1, behandlungsbedingter Toxizität. Wenn > 3 Monate, muss die behandlungsbedingte Toxizität abgeklungen oder ≤ Grad 1 sein.
  • Vorherige allogene Stammzelltransplantation mit entweder Standard- oder reduzierter Intensität Konditionierung ≤ 6 Monate vor Beginn von CC-220 oder > 6 Monate mit ungelöster Grad > 1, behandlungsbedingter Toxizität einschließlich klinisch signifikanter Graft-versus-Host Krankheit (GVHD); die Verwendung von topischen Steroiden für laufende Haut-, Schleimhaut- oder Augen-GVHD ist erlaubt. Wenn > 6 Monate, muss die behandlungsbedingte Toxizität abgeklungen sein oder Grad 1 sein.
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen murine Proteine oder gegen einen der anderen Hilfsstoffe von Rituximab oder Obinutuzumab.
  • Bekannte Allergie gegen Thalidomid, Pomalidomid oder Lenalidomid.

AIO-TRK-0219 (ABP-Studie) - in Rekrutierung –

Studientitel:

Advancing Brigatinib Properties in anaplastic lymphoma kinase positive non-small cell lung cancer (ALK+ NSCLC) patients by deep phenotyping (ABP)

Verbesserung der Wirkung von Brigatinib bei Patienten mit Anaplastischer Lymphom-Kinase (ALK) -positivem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (ALK+ NSCLC) durch umfassende Phänotypisierung (ABP)

In der EU wird Lungenkrebs als die vierthäufigste Krebsart eingestuft: 2012 wurden etwa 313.000 neue Fälle diagnostiziert und 268.000 Todesfälle verzeichnet. Im Allgemeinen wird Lungenkrebs in zwei Kategorien unterteilt: kleinzelliges Lungenkarzinom und nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC). NSCLC ist die am weitesten verbreitete histologische Klasse, auf die fast 85% aller Lungenkrebsarten entfallen, und umfasst eine Reihe von Subtypen wie Adenokarzinom, Plattenepithelkarzinom, großzelliges Karzinom und bronchioloalveoläres Karzinom. In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass histologisch identische Tumore von unterschiedlichen Onkogenen verursacht werden können und daher unterschiedliche therapeutische Ansätze benötigen. In dieser Studie liegt der Schwerpunkt auf NSCLCs, die onkogene Rearrangements im ALK-Gen enthalten, sowie auf der Rolle von Brigatinib, einem neuartigen niedermolekularen Inhibitor, bei der Behandlung von ALK+ NSCLC.

Die ABP-Studie ist eine prospektive, randomisierte, offene, multizentrische Phase-II-Studie mit zwei Behandlungsarmen zur grundlegenden Bewertung der Brigatinib-Eigenschaften bei ALK+ NSCLC durch umfassende Patienten-Phänotypisierung, um den potentiellen Wert einer Behandlung mit Brigatinib im Vergleich zu anderen ALK-Inhibitoren der zweiten Generation, die bereits in der ersten Linie eingesetzt werden, die besonderen Resistenzmuster, die mit jeder Substanz assoziiert sind, den zusätzlichen Effekt des ALK-Variantenstatus auf die Muster der erworbenen Resistenz und die Unterschiede in der Kontrolle von Hirnmetastasen nach Erstbehandlung zu beurteilen. Die Studie besteht aus Screening, 1st-Line-Behandlung, 2nd-Line-Behandlung, Verlaufskontrolle und Nachbeobachtung des Überlebens.

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Histologisch bestätigt lokal fortgeschritten (Stadium III) und nicht geeignet für eine kurative Behandlung, d.h. R0-Operation oder definitive Chemo-/Bestrahlung, oder metastasierend (Stadium IV) ALK+ NSCLC
  • Keine vorherige Therapie bei metastasiertem ALK+ NSCLC einschließlich Therapie mit ALK-Inhibitoren. Allerdings sind 1 oder 2 Zyklen Chemotherapie sowie eine zerebrale Bestrahlung vor Einschluss in die Studie erlaubt
  • ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group ) Status von ≤ 2
  • Mindestens eine Läsion, die nach RECIST v1.1 messbar ist
  • Angemessene Organfunktion gemessen an: Gesamtbilirubin, geschätzte glomeruläre Filtrationsrate, Alanin-Aminotransferase/Aspartat-Aminotransferase, Serumlipase, Thrombozytenzahl, Hämoglobin, absolute Neutrophilenzahl
  • Bereitschaft und Fähigkeit zur Einhaltung der geplanten Besuchs- und Studienverfahren
  • Teilnahme am Begleitforschungsprogramm
  • Die Entnahme der aktuellen Biopsie während des Screenings muss durchführbar sein
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen innerhalb von 7 Tagen vor der Randomisierung einen negativen Schwangerschaftstest haben. Frauen dürfen nicht stillen
  • Teilnehmer im fortpflanzungsfähigen Alter bereit zur Einhaltung von Verhütungsmethoden

  • Anamnese oder Vorliegen einer interstitiellen Lungenerkrankung, medikationsbedingte Pneumonitis oder Strahlenpneumonitis zu Beginn der Erkrankung
  • Unkontrollierter Bluthochdruck, definiert als mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelter Bluthochdruck UND Blutdruck ≥ 160 mmHg (systolisch) oder ≥ 100 mmHg (diastolisch) in wiederholten Messungen. Unbehandelter erhöhter Blutdruck ist kein Ausschlusskriterium und sollte angemessen antihypertensiv eingestellt werden.
  • Systemische Behandlung mit starken Cytochrom P-450 (CYP)-3A-Inhibitoren, starken CYP3A-Induktoren oder moderaten CYP3A-Induktoren oder Behandlung mit allen untersuchten systemischen Krebsmedikamenten, Chemotherapie oder Bestrahlungstherapie (mit Ausnahme der stereotaktischen Radiochirurgie oder stereotaktischen Bestrahlung) innerhalb von 14 Tagen nach Randomisierung
  • Behandlung mit antineoplastischen monoklonalen Antikörpern innerhalb von 30 Tagen nach Randomisierung
  • Größere Operation innerhalb von 30 Tagen nach der Randomisierung. Kleinere chirurgische Eingriffe, wie die Platzierung von Kathetern oder minimal-invasive Biopsien, sind zulässig.
  • Aktuelle Rückenmarkkompression (symptomatisch oder asymptomatisch), durch Röntgenaufnahmen festgestellt. Patienten mit leptomeningealer Erkrankung ohne Rückenmarkkompression sind erlaubt
  • Erhebliche oder unkontrollierte Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Zerebrovaskuläre Erkrankung oder vorübergehende ischämische Attacke innerhalb von 6 Monaten vor der ersten Dosis des Studienmedikaments
  • Malabsorptionssyndrom oder eine andere gastrointestinale Erkrankung oder ein Zustand, der die orale Absorption des Studienmedikaments beeinträchtigen könnte
  • Aktive schwere oder unkontrollierte chronische Infektion, einschließlich, aber nicht beschränkt auf den Bedarf an intravenös verabreichten Antibiotika für mehr als 2 Wochen
  • Vorgeschichte einer HIV-Infektion. Bei fehlender Anamnese ist ein Test nicht erforderlich
  • Chronische Hepatitis B (Oberflächenantigen-positiv) oder chronische aktive Hepatitis C-Infektion. Bei fehlender Anamnese ist ein Test nicht erforderlich
  • Jeder ernsthafte medizinische Zustand oder jede psychiatrische Erkrankung, die nach Ansicht des Prüfarztes die Sicherheit des Patienten gefährden oder den Abschluss der Behandlung gemäß diesem Protokoll behindern könnte
  • Bekannte oder vermutete Überempfindlichkeit gegen Brigatinib oder andere TKI oder deren Hilfsstoffe
  • Lebensbedrohliche Krankheit ohne Zusammenhang mit Krebs
  • Frauen, die schwanger sind oder stillen
  • Patienten, die beim Screening symptomatische ZNS-Metastasen (parenchymale oder leptomeningeale) oder eine asymptomatische Erkrankung aufweisen, die innerhalb von 7 Tagen vor der Randomisierung eine erhöhte Dosis Kortikosteroide zur Symptomkontrolle erfordern
  • Seltene hereditäre Galaktose-Intoleranz, totaler Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption

 


 

Break B5 - in Rekrutierung –

Studientitel:

Breaking the big Five Barriers of Brain Metastasis (Break B5-BM NSCLC Trial):
A prospective phase II, open-label, multi-center trial of combined nivolumab, ipilimumab and bevacizumab together with 2 cycles of induction chemotherapy in patients with non-squamous non-small-cell lung cancer (NSCLC) metastatic to the brain

Eine prospektive, Phase II, offene, multizentrische Studien mit Nivolumab, Ipilimumab und Bevacizumab in Kombination mit 2 Zyklen Induktionschemotherapie bei Patienten mit nicht-squamösem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und zerebralen Metastasen

Hirnmetastasen (BM) sind eine häufige Tumormanifestation bei einer Vielzahl von Krebsarten, aber sie treten besonders häufig bei Patienten mit Lungenkrebs auf. Etwa 10 % der Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) haben bei der Erstdiagnose Metastasen im Gehirn; 40 bis 60 % der Patienten entwickeln sie im Verlauf ihrer Erkrankung. Mit der verbesserten Kontrolle der extrakraniellen Erkrankung durch die systemische Therapie, die das Auftreten von ansonsten nicht klinisch manifesten Metastasen ermöglicht, wird der Anteil der NSCLC-Patienten mit BMs sogar noch steigen. Hirnmetastasen sind eine der tödlichsten Formen der Tumormetastasierung mit einer schlechten Prognose und einem medianen Überleben von weniger als einem Jahr. Therapeutische Verbesserungen sind daher im Management von BMs dringend erforderlich, zumal Patienten mit (aktiven) Hirnmetastasen von NSCLC in der Regel von allen klinischen Studien ausgeschlossen wurden.

  • Alter ≥ 18 Jahre zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Einverständniserklärung
  • Lebenserwartung ≥ 12 Wochen
  • Histologisch oder zytologisch gesichertes metastasiertes nicht-squamöses NSCLC Stadium IVB (IASLC)
  • Messbare Erkrankung, definiert durch RANO-BM (intrakraniell) und RECISTv1.1 (extrakraniell)
  • Zumindest eine messbare zerebrale Metastase (Durchmesser 0,5 bis 3cm), welche weder zuvor bestrahlt wurde noch eine sofortige Lokalbehandlung benötigt (Bestrahlung/ Chirurgie)
  • Bekannter PD-L1 Status
  • Keine zuvor durchgeführte zytostatische/ systemische (Chemo)Therapie im metastasierten Stadium (in diesem Zusammenhang wird eine neo-/ adjuvante Therapie einschließlich Immuntherapie nicht als Therapielinie gezählt)
  • Die letzte Dosis einer zuvor (neo-/ adjuvant) systemischen Tumor- oder Immuntherapie muss ≥ 21 Tagen vor Studienbeginn appliziert sein
  • ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group ) Status von ≤ 2

  • Bekannte leptomeningeale Beteiligung (Lumbalpunktion nicht notwendig)
  • Stattgehabte Ganzhirnbestrahlung
  • Stattgehabte intrakranielle Blutung
  • Rückenmarkkompression, nicht endgültig chirurgisch und/ oder strahlentherapeutisch behandelt, oder bereits behandelte Rückmarkkompression, die weniger als 2 Wochen vor der ersten Studienmedikation stabil war
  • Oligo-metastatiertes Stadium, welches nach IASLC durch Lokaltherapie kurativ behandelt werden kann
  • Bekannte Driver-Mutationen, welche auf zielgerichtete Inhibitoren ansprechen (z.B. EGFR Mutation, ALK oder ROS 1 Translokation, BRAF V600 Mutation, NTRK Fusion) sowie unbekannter oder noch nicht bestimmter EGFR- oder ALK-Status
  • Unkontrollierter Pleura- oder Perikarderguss, oder Aszites (Patienten mit Drainagesystem, z.B. PleurX Katheter, sowie in kontrollierter Situationen sind zulässig)
  • Unkontrollierte tumorbedingte Schmerzexazerbation: Patienten müssen eine stabile Schmerzmedikation zum Studieneintritt vorweisen können.
  • Symptomatisch Läsionen, die einer palliativen Radiotherapie zugänglich sind, dürfen behandelt werden (z.B. Konchenmetastasen oder Metastasen mit Nervenkompression)
 
 
 
 

Kontakt zum Studienbüro:

für Leukämiestudien, Lymphomstudien, Myelomstudien, Sarkomstudien, Gastrointestinale und Thorakale Studien

Universitätsklinikum Münster
Studienbüro Med. A
Christin Böwing
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1
Ebene 11 Ost Raum 11.203
48149 Münster
T 0251 83-44386/45362
F 0251 83-49964
MedA-Studien(at)­ukmuenster(dot)­de

für Pneumologische Studien

Universitätsklinikum Münster
Studienbüro Med. A
Andrea Lücke
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1
Ebene 05 Ost
48149 Münster
T 0251 83-44821
F 0251 83-44804
andea.luecke(at)­ukmuenster(dot)­de